Amla – 7 gesundheitliche Vorteile der indischen Stachelbeere

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Amla – 7 gesundheitliche Vorteile der indischen Stachelbeere

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Die Amla Beere ist eine der wichtigsten Heilpflanzen der Ayurvedischen Medizin. Sie wird seit tausenden von Jahren für die Haut & Haare und verschiedene Krankheiten verwendet. Die Wirkung soll sehr vielfältig sein und praktisch für jede Krankheit helfen. Hier gibt es alle wichtigen Fakten zur indischen Stachelbeere: Was macht Amla so besonders? Welche Inhaltsstoffe sind in der Beere enthalten? Welche Wirkung konnte in Studien an Menschen belegt werden? Bei welchen Krankheiten hilft Amla wirklich?

Was ist Amla?

Der Amlabaum wächst nur in tropischen Gebieten und kommt hauptsächlich in Indien, Süd Asien und einigen Teilen Ostafrikas vor. Amla ist auch bekannt unter den Namen Phyllanthus emblica, Emblica officinalis, Amalaki, Neli und indische Stachelbeere. Der Amlabaum erreicht eine Höhe von maximal 18m und produziert im Schnitt knapp 150kg an Amla Früchten. Die Früchte werden getrocknet und zu Amla Pulver verarbeitet. Die Amla Frucht ist auf Grund ihrer vielfältigen und weitreichenden gesundheitlichen Wirkung, eine der meist genutzten und wichtigsten Heilpflanzen der Ayurvedischen Medizin.

1. Amla – Das antioxidantienreichste Lebensmittel

Die indische Stachelbeere ist, von allen bekannten Frucht und Gemüsesorten das Lebensmittel, mit dem höchsten Antioxidantiengehalt. Die folgenden Lebensmittel gehören zu den top antioxidantienreichsten Lebensmitteln. Trotzdem toppt Amla den Antioxidantiengehalt einiger Lebensmittel um ein vielfaches.

Zum Vergleich – Die indische Stachelbeere enthält:

  • 2 mal so viele Antioxidantien wie Kurkuma
  • 2 ½ mal so viele Antioxidantien wie Acai
  • 13 mal so viele Antioxidantien wie Brombeeren
  • 50 mal so viele Antioxidantien wie Blaubeeren
  • 75 mal so viele Antioxidantien wie Gojibeeren

Antioxidantien sind wichtig, um den Körper vor freien Radikalen zu schützen. Diese schädigen die Zellen und die DNA. Freie Radikale entstehen alleine dadurch, dass wir Leben und sind ein natürlicher Teil des Alterns. Bestimmte Faktoren begünstigen die Entstehung von freien Radikalen.

Beispielsweise:

  • Sonnen
  • Rauchen
  • Alkohol
  • ungesundes Essen
  • Entzündungen
  • Stress

Werden zu viele freie Radikale im Körper gebildet, können dadurch alle möglichen Krankheiten, bis hin zu Krebs entstehen. Außerdem beschleunigen freie Radikale den Alterungsprozess. Durch die hohe antioxidative Kraft des Amla Pulvers werden freie Radikale effektiv neutralisiert. Dadurch wird der Alterungsprozess verlangsamt und Krankheiten können gebessert oder vorgebeugt werden.

2. Amla bei Diabetes

Diabetes und deren Folgen, ist mittlerweile eine der häufigsten Todesursachen der westlichen Welt. Besonders Diabetes Typ II ist ausschließlich auf eine falsche Ernährung zurückzuführen. Eine pflanzenbasierte Ernährung kann Diabetes lindern und sogar heilen. Wer also an Typ II Diabetes leidet, sollte in erster Linie die Ernährung umstellen. Ich kann an dieser Stelle nur das Buch von Dr. Neal Barnard* empfehlen. Er behandelt erfolgreich Diabetes II ausschließlich mit einer pflanzenbasierten Ernährung.

Wem eine Ernährungsumstellung zu umständlich ist oder trotz einer pflanzenbasierten Ernährung Probleme mit einem hohen Blutzuckerspiegel hat, kann Amla Pulver einnehmen. Die Amla Beere wird in der Ayurvedischen Medizin seit je her als Mittel gegen Diabetes verwendet. Dies konnte auch in Studien belegt werden. [1]

rot: blutzuckersenkende Wirkung des Medikaments blau: blutzuckersenkende Wirkung von Amla

Quelle: nutritionfacts.org

Wie im Bild zu sehen ist, senkt Amla innerhalb 3 Wochen den Blutzuckerspiegel von über 130mg/dl auf 73mg/dl. Im Vergleich ein gängiges Medikament gegen Diabetes (Daonil). Nur 3g des Amla Frucht Pulvers senken den Blutzucker sogar besser als das Medikament. Zudem hat Amla im Gegensatz zu Diabetes Medikamenten keine Nebenwirkungen, ist günstiger und hat weitere Vorteile. Wer an Diabetes II leidet oder einem erhöhten Blutzuckerspiegel hat, kann mit Absprache seines Arztes einen Versuch wagen und schauen ob Amla den Blutzuckerspiegel wieder in den Normbereich bringt.

3. Amla bei hohen Cholesterinwerten

Hohe Cholesterinwerte führen auf Dauer zu Herzinfarkt, Schlaganfall und weiteren Krankheiten. Cholesterinsenkende Medikamente, die sogenannten Statine haben viele Nebenwirkungen. Die Amla Frucht kann auch hier, eindrucksvoll ihre Wirkung unter Beweis stellen. Amla kann im Vergleich zu Statinen den Cholesterinspiegel mindestens genauso gut senken wie die Medikamente. Die Amla Beere senkt Cholesterin allerdings nicht ganz so eindrucksvoll wie den Blutzuckerspiegel. Die indische Stachelbeere wirkt hier „nur“ fast so gut wie das cholesterinsenkende Medikament. [1]

weiß: wie Amla das Gesamtcholesterin, LDL, HDL und weitere Blutfettwerte beeinflußt schwarz: wie das Medikament Gesamtcholesterin, LDL, HDL und weitere Blutfettwerte beeinflußt

Da aber Statine viele Nebenwirkungen haben, wie z.B. unter anderem auch Diabetes oder Demenz, wäre Amla einem cholesterinsenkendem Medikament theoretisch vorzuziehen. Auch hier gilt genau wie bei Diabetes II als erstes die Ernährung umzustellen. Denn nur eine Ernährungsumstellung bekämpft die Ursache von zu hohen Cholesterinwerten im Blut.

Amla senkt LDL und erhöht HDL Cholesterin

Das LDL Cholesterin ist das „schlechte“ Cholesterin und HDL das „gute“ Cholesterin. Die Amla Beere hat nicht nur den Effekt, dass es den Gesamtcholesterinwert senkt. Es senkt das unvorteilhafte „schlechte“ LDL-Cholesterin und erhöht gleichzeitig das „gute“ HDL-Cholesterin auf natürliche Weise. Dies wirkt sich schützend auf das Herz-Kreislaufsystem aus und hilft beispielsweise Herzkrankheiten vorzubeugen. Wer also einen zu hohen LDL-Cholesterinwert hat und diesen auf natürliche Weise senken will, sollte Amla ausprobieren.

4. Amla ist gesund für das Herz

Atherosklerose ist eine „Verkalkung“ der Arterien, die mit der Zeit steif und brüchig werden. Dieser Vorgang verursacht in den Arterien kleine Wunden die verkrusten. Mit der Zeit bilden sich immer mehr atherosklerotische Plaques innerhalb der Arterien. Irgendwann reißt eine dieser Verkrustungen (Plaques) und gerät in der Blutkreislauf. Dort können sie Arterien entweder stark verengen oder ganz verstopfen. Wird ein Herzgefäß verstopft, entsteht ein Herzinfarkt, wird ein Gehirngefäß verstopft, entsteht ein Schlaganfall. Beides ist ein und derselbe Vorgang.

Amla verbessert die Gefäßfunktion und macht die Arterien gleichzeitig wieder elastischer, sodass der atherosklerotische Vorgänge verlangsamt oder aufgehalten werden und somit keine atherosklerotischen Plaques mehr entstehen. Außerdem verdünnt Amla das Blut. [1] Dadurch kann das Blut besser fließen und es besteht eine geringere Gefahr, dass eines der Plaques reißt. Es verdünnt das Blut allerdings nur innerhalb des natürlichen Rahmens. Im Gegensatz zu blutverdünnenden Medikamenten, muss man sich keine Sorgen machen, dass man nicht mehr aufhören kann zu bluten.

Zusätzlich entlastet die Beere die Gefäße und somit auch das Herz, indem es den Blutdruck senkt. Ein niedriger Blutdruck und eine gute Durchblutung sind wichtig, um die Zellen mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu mindern.

5. Amla wirkt Entzündungen entgegen

Entzündungen sind auf allen möglichen Ebenen schädlich für die Gesundheit. Beispielsweise altert man schneller, sie fördern die Entstehung von freien Radikalen und man ist anfälliger für (chronische) Krankheiten. Entzündungen spielen auch bei atherosklerotischen Vorgängen und somit auch bei Herzkrankheiten eine wichtige Rolle. Entzündungsvorgänge werden im Blut gemessen. Das C-reaktive Protein (CRP) sagt aus, ob Entzündungen im Körper vorhanden sind.

Die in Amla enthaltenen Wirkstoffe wirken entzündungshemmend und bessern CRP Werte im Blut. In der zitierten Studie an Diabetikern, konnte das Amla Pulver die CRP Werte um 50% senken. [2]

6. Antibakterielle & Antivirale Wirkung

Amla hilft nicht nur freie Radikale zu neutralisieren und das Immunsystem zu stärken, damit der Körper besser gegen schädliche Bakterien & Viren zurecht kommt. [3] Die indische Stachelbeere wirkt auch aktiv gegen Bakterien und Viren. Wie bei Knoblauch oder grünem Tee wirken die natürlichen Inhaltsstoffe antibakteriell und antiviral. Amla kann auch äußerlich verwendet werden, um bakteriell bedingte Hautprobleme zu bessern oder zu heilen. Allerdings sollte Amla nicht als Antibiotikaersatz dienen und bei akuten Infektionen ist immer noch ein Arzt die erste Anlaufstation.

7. Amla schützt gegen Krebs

Die oben genannten Vorteile sind allein für sich schon beachtlich, aber die Amla Beere kann noch mehr. Die Zahl der Krebserkrankungen steigt stetig und wird aller voraussicht nach in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Das Risiko an Krebs zu erkranken steigt mit dem Alter und weiteren Faktoren wie beispielsweise:

  • Rauchen (Lungenkrebs)
  • übermäßiger Milchkonsum (Prostata & Brustkrebs)
  • übermäßiger Fleischkonsum, besonders Wurst (Darmkrebs)
  • Stress
  • Alkoholkonsum (Leberkrebs)
  • übermäßiger Salzkonsum (Magenkrebs)
  • Chemikalien/Umweltverschmutzung

Krebs vorzubeugen ist immer besser als ihn zu behandeln. Natürlich sollten die o.g. Risikofaktoren so gut es geht gemieden werden. Krebs entsteht, indem DNA oftmals über Jahre hinweg geschädigt wird. Dies geschieht durch freie Radikale oder Chemikalien/Schadstoffe oder auch durch UV-Strahlen.

Amla kann durch den hohen Antioxidantiengehalt freie Radikale neutralisieren und somit den Körper vor ihnen schützen. Zusätzlich kann Amla einerseits die DNA wieder reparieren und andererseits das Immunsystem stimulieren, sodass Krebszellen nicht anfangen zu wuchern.

Außerdem konnte in Studien beobachtet werden, wie Amla Krebszellen aktiv bekämpft und abtötet und gleichzeitig gesunde Zellen nicht schädigt. [4]

links: Amla Wirkung auf verschiedene Krebszellen. Amla tötet innerhalb kurzer Zeit fast alle Krebszellen

rechts: Amla Wirkung auf gesunde Zellen. Amla verlangsamt lediglich das Wachstum von gesunden Zellen

Amla Pulver in der Ayurvedischen Medizin

Das Amla Pulver wird in der Ayurvedischen Medizin als regelrechtes Allheilmittel gepriesen.

Weitere Anwendungsgebiete der indischen Stachelbeere:

und viele weitere mögliche Behandlungsmöglichkeiten, die aber noch nicht in Studien untersucht wurden. Ob sich die weiteren Vorteile des Amla Pulvers bewahrheiten, muss allerdings zuerst in Studien an Menschen erst noch geprüft werden.

Anwendung des Amla Pulvers

Die Anwendung ist in der Regel relativ einfach. Da wir in Deutschland oder Europa kaum eine Möglichkeit haben, die indische Stachelbeere frisch zu bekommen, müssen wir auf getrocknete oder gefrorene Produkte zurückgreifen. Am besten eignet sich daher die getrocknete Frucht in Form von Pulver. Je nach belieben kann 2x täglich je 1 TL bis 1 EL eingenommen werden. Dies sollte für die meisten Beschwerden oder zur Vorsorge reichen.

Einnahme von Amla Pulver

Das Amla Pulver hat einen sehr sauren und unangenehmen Geschmack. Man kann das Pulver in einem Glas lauwarmen Wasser auflösen und trinken. Wem der dennoch zu unangenehm ist, kann das Pulver in einem Smoothie oder beispielsweise in Saft verrühren, um den Geschmack abzuschwächen. Wer den Geschmack überhaupt nicht mag, kann alternativ auch Amla Kapseln verwendet werden.

Zusammenfassung:

Amla ist ein echtes Super Food. Im Gegensatz zu vielen anderen Super Foods, kann die indische Stachelbeere ihre Wirkung auch in Studien unter Beweis stellen. Denn viele vermeintliche Super Foods Leben mehr vom Marketing der Hersteller. Als antioxidantienreichstes Lebensmittel ist Amla so gesundheitsförderlich wie kaum ein anderes Lebensmittel und zurecht als eine der wichtigsten Heilpflanzen der Ayurvedischen Medizin. Amla wirkt besonders gut bei Diabetes II und hohen Cholesterinwerten und hat im Gegensatz zu den herkömmlichen Medikamenten, bis auf einen sauren Geschmack, keine wirklichen Nebenwirkungen.

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Grüner Tee in der Schwangerschaft – 3 wichtige Tipps für Schwangere

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Grüner Tee in der Schwangerschaft – 3 wichtige Tipps für Schwangere

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Grüner Tee ist eine der meist untersuchten und studierten Heilpflanzen weltweit. Es ist eines der gesündesten, wenn nicht das gesündeste Getränk überhaupt. Doch trotz der weitreichender gesundheitsfördernder Wirkung, sollten schwangere Frauen einige Ratschläge beachten. Hier erfahren sie, welche positiven Eigenschaften grüner Tee hat, worauf Schwangere achten sollten und wie viele Tassen pro Tag schwangere Frauen maximal trinken sollten.

Ist grüner Tee gesund?

Die klare Antwort lautet: Ja! Die gesundheitsfördernde Wirkung von grünem Tee ist unumstritten.

Einige positive Eigenschaften von grünem Tee sind:

  • blutdrucksenkend
  • krebshemmend
  • gesund fürs Herz
  • antientzündlich
  • antibakteriell & antiviral
  • hilfreich bei Uterusmyomen
  • hilfreich bei Feigwarzen

Hier gibt es ausführliche Artikel zum Thema Gesundheit & und Wirkung auf die Haut.

Ist grüner Tee auch in der Schwangerschaft gesund?

Die kurze Antwort lautet auch: Ja! Grüner Tee ist in jedem Lebensabschnitt gesund und sollte regelmäßig getrunken werden. Er fördert die Durchblutung, bekämpft Bakterien und Viren, wirkt antientzündlich, enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Bitterstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und weitere Antioxidantien. All das sind wichtige und förderliche Eigenschaften für Schwangere.

Kann grüner Tee in der Schwangerschaft schädlich sein?

Obwohl grüner Tee insgesamt sehr gesund ist, sollten Frauen in der Schwangerschaft einige Regeln beachten. Diese Vorsichtsmaßnahmen haben einerseits mit dem Koffeingehalt zu tun, andererseits mit Anbaumethoden und Umweltverschmutzung.

1. Grüner Tee häufig mit Pestiziden belastet

Viele konventionell angebaute Lebensmittel sind mit Pestiziden belastet. Einige mehr, andere weniger. Hier gibt es eine detaillierte Liste mit Lebensmitteln die besonders stark belastet sind und Lebensmittel die relativ gering belastet sind, die nicht unbedingt Bio sein müssen.

Obwohl Pestizide auf gesunde Erwachsene Menschen einen relativ geringen Einfluss haben, sollten sie dennoch wann immer es geht gemieden werden. Anders kann es bei Kindern und Schwangeren aussehen. Da sich Kinder im Wachstum befinden, können Pestizide die Entwicklung negativ beeinflussen. Ob und wie stark ein Kind von Pestiziden in der Entwicklung gestört wird, ist nicht ganz einfach zu beantworten. Allerdings gibt es Studien die darauf hinweisen, dass Kinder, die im Mutterleib erhöhten Pestizidwerten ausgesetzt worden sind, häufiger an Fehlbildungen des Gehirns litten. [1]

Dies kann verschiedene Folgen, wie beispielsweise einen niedrigeren Intelligenzquotient (IQ) oder Verhaltensstörungen. Auch konnten in Studien, Fälle von Leukämie im Kindesalter, [2] mit einer vermehrten Pestizidebelastung bei Kindern in Verbindung gebracht werden.

Bio-Produkte kaufen - Pestizide meiden

Egal ob Grüner Tee oder andere Lebensmittel. Pestizide können in der Schwangerschaft am einfachsten gemieden werden, indem Bio-Produkte gekauft werden. Eine 2006 an Kindern durchgeführte Studie, konnte verdeutlichen, wie sich die Ausscheidung von Pestiziden im Urin bei Kindern verändert. [3] Auf dem Bild kann man klar erkennen, ob diese konventionell oder biologisch angebaute Lebensmittel gegessen haben. Da Kinder im Mutterleib noch empfindlicher sind, sollte grüner Tee, aber auch andere Lebensmittel in Bio-Qualität gekauft werden.

links: Pestizidausscheidung nach konventionell angebauten Lebensmitteln mitte: Pestizidausscheidung nach Bio-Produkten rechts: wieder konventionelle Lebensmittel

2. Chinesischer Grüntee mit Blei belastet

Nun zum wichtigen Teil:

Blei ist ein äußerst schädliches und giftiges Schwermetall, für das es keine sichere Aufnahmemenge gibt. Blei unterscheidet sich von anderen Schwermetallen, indem es sich im Körper und vor allem in den Knochen einlagert, wo es über Jahrzehnte verbleibt. D.h. jeder von uns ist allein durch die Luft und Umweltverschmutzung mehr oder weniger mit Blei belastet. Blei- und Schwermetallbelastung sind beispielsweise auch der Grund, weshalb der Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten in der Schwangerschaft eingeschränkt oder am besten ganz wegfallen sollte. (Leinsamen eignen sich deutlich besser zur Omega 3 Versorgung)

Blei ist schädlich fürs Wachstum

Dies gilt nicht nur für Kinder und Kleinkinder, sondern auch für Kinder im Mutterleib. Blei kann jedes Organ schädigen und besonders in der Wachstumsphase bei Kindern viel Schaden anrichten.

Blei kann bei Kindern folgende Symptome verursachen:

  • Krebs
  • niedriger IQ
  • Lernschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Krampfanfälle
  • Nierenschäden

Wieso ist grüner Tee aus China so stark mit Blei belastet?

China ist weltweit der größte Verbrenner von Kohle und verbraucht ca. 50% der weltweiten Kohleressourcen. Kohle ist reich an natürlichen Mineralstoffen. Zu den natürlichen Mineralstoffen zählen auch Schwermetalle, die in der Natur in geringen Mengen vorkommen. Bei der Verbrennung werden diese dann in die Umwelt freigesetzt und setzen sich im Boden oder auf den Pflanzen ab. Bleihaltiges Benzin kann ein weiterer Faktor für die hohen Bleiwerte in grünem Tee und anderen Lebensmitteln sein. [4] Bleihaltiges Benzin wurde in China erst im Jahr 2000 abgeschafft. Da sich Blei lange in der Umwelt hält, kann dies ein weiterer Grund für die hohen Bleiwerte im grünen Tee sein.

Ist grüner Tee in Bio-Qualität weniger mit Blei belastet?

Leider hat die Anbauweise nur eine Auswirkung auf die Pestizidbelastung im Tee, jedoch nicht auf die Schwermetallbelastung, da diese durch die Umweltverschmutzung entsteht. Grüner Tee aus China in Bio-Qualität ist deshalb in der Regel nicht geringer mit Blei belastet. 

Welchen grünen Tee kaufen, um schädliches Blei zu meiden?

Damit Schwangere nicht ganz auf grünen Tee verzichten müssen, kann einfach zu grünem Tee aus Japan gegriffen werden. Grüner Tee aus Japan ist seltener mit schädlichem Blei belastet. Um wirklich sicher zu gehen, sollten schwangere Frauen allerdings am besten beim Verkäufer vorher anfragen und nach einer Schwermetall-Analyse fragen.

Hier ist eine kleine Liste mit Teesorten, die geringe Pestizid und Schwermetallwerte aufweisen:

weitere Tees werden folgen, sobald mir die Analysen vorliegen.

Koffeingehalt und weitere Ratschläge die zu beachten sind:

Weißer, grüner, Oolong, Matcha und schwarzer Tee stammen von derselben Pflanze

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die oben genannten Teesorten von ein und derselben Pflanzen stammen, nämlich der Teepflanze. Die verschiedenen Teesorten kommen durch das Alter der Teeblätter (weißer Tee=junge Blätter, schwarzer Tee=alter Blätter) und die Länge der Fermentierung zustande. Je heller der Tee desto jünger die Blätter und desto kürzer die Fermentierung. Je älter die Teeblätter sind, desto höher ist die Bleibelastung im Tee.

Weißer Tee

Weißer Tee ist verhältnismäßig unbedenklich, dennoch sollte immer weißer Tee aus Japan bevorzugt werden.

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee auf grund des verhältnismäßig hohen Pestizidgehalts der Blätter ganz gemieden werden, wenn er er aus China kommt.

Matcha Tee

Matcha Tee ist im Grunde grüner Tee, dessen Teeblätter zu Pulver verarbeitet werden. D.h. bei grünem Tee trinkt man einen Auszug der Teeblätter, beim Matcha Tee trinkt man die pulverisierten Teeblätter. Dies hat den Vorteil, dass Matcha Tee mehr Nährstoffe als grüner Tee enthält und somit noch gesünder ist.

Bei belastetem Matcha Tee hat es allerdings den Nachteil, dass man zusätzlich alle Schwermetalle und Pestizide aufnimmt, die sonst mit den blättern weggeschmissen worden wären. Dies ist vor allem für Schwangere wichtig zu wissen. Beim Matcha Tee also besonders in der Schwangerschaft auf die Herkunft und Belastung von Matcha Tee achten. Wenn die Herkunft oder Pestizid & Schwermetallbelastung nicht klar ist, sollte Matcha Tee in der Schwangerschaft vorsichtshalber ganz gemieden werden.

3. Wie viel Tee sollten Schwangere trinken?

Von grünem Tee aus China, sollte maximal 1 Tasse (~200ml) getrunken werden. Danach ist das tägliche Limit für Blei überschritten. Am besten sollte grüner Tee aus China in der Schwangerschaft ganz gemieden werden.

Von weißem und grünem Tee aus Japan, sollten täglich maximal 4 Tassen getrunken werden. Dies hat mit dem täglichen Koffein/Teein Limit für Schwangere zu tun. Eine Tasse enthält ~50mg Koffein. Das tägliche Koffeinlimit von 200mg/Tag (für Schwangere) sollte daher nicht Überschritten werden.

Matcha Tee sollte in der Schwangerschaft am besten ganz gemieden werden, wenn Herkunft, Pestizid- und Schwermetallwerte nicht bekannt sind. Wenn der Matcha Tee unbelastet ist, sollten Schwangere maximal 1 Tasse Matcha pro Tag trinken, da 1 Tasse Matcha Tee, das tägliche Koffeinlimit für Schwangere ausschöpft.

D.h. Schwangere sollten zwar generell auf Tee aus China verzichten, aber besonders auf schwarzen Tee und Matcha Tee meiden, da diese am stärksten belastet sind.

Ist grüner Tee wehenfördernd?

Leider ist nicht klar ob grüner Tee die Wehen fördert, da es keine Studien dazu gibt. Vermutlich ist grüner Tee aber nicht wehenfördernd. Ein zu viel an Koffein/Teein kann allerdings zu frühzeitigen Wehen oder einer Fehlgeburt führen. Deshalb sollte mit Kaffee oder Tee besonders am Anfang der Schwangerschaft nicht übermäßig konsumiert werden. Bei normalen Mengen ist aber nichts zu befürchten.

Grüner Tee in der Stillzeit

In der Stillzeit sollte weiterhin unbelasteter Tee getrunken werden, da die Pestizide & Schwermetalle auch in die Muttermilch übergehen. So lange sich das Baby von der Muttermilch ernährt, sollten die selben Regeln, wie in der Schwangerschaft befolgt werden.

Grüner Tee Checkliste für Schwangere

Bio-Qualität
Schwarzer Tee aus China
Grüner Tee aus Japan
Grüner Tee aus China
weißer Tee, vorzugsweise aus Japan
mehr als 200mg Koffein/tag
weniger als 200mg Koffein/Tag
mehr als 4 Tassen Tee
maximal 4 Tassen weißen oder grünen Tee
Vorsicht bei Matcha Tee
1 Tasse Matcha Tee, wenn unbelastet

Zusammenfassung: Grüner Tee ist in jeder Lebenssituation gesund und sollte von gesundheitsbewussten Menschen regelmäßig getrunken werden, um sich die positiven Eigenschaften von grünem Tee zu nutze zu machen. Damit der Konsum für Schwangere unbedenklich bleibt, sollte der Tee in Bio-Qualität sein und nicht aus China, sondern vorzugsweise aus Japan stammen. Außerdem sollte das Koffeinlimit von 200mg/Tag nicht überschritten werden. Dies entspricht in etwa 4 Tassen á 200ml. Schwangere sollten Matcha Tee nur dann trinken, wenn er nicht aus China stammt und niedrige Pestizid- und Schwermetallwerte aufweist. Aufgrund des höheren Koffeingehalts, sollten Schwangere nur 1 Tasse/Tag Matcha Tee trinken.

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Empfohlene Teesorten mit niedrigen Pestizid und Schwermetallwerten

Ist Öl gesund oder ungesund? Olivenöl & Co

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Ist Öl gesund oder ungesund? Olivenöl & Co

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Die einen sagen Öl sei gesund, die anderen sagen nur bestimmte, naturbelassene Öle seien gesund. Doch was sagen Studien? Gibt es Unterschiede zwischen Ölen und wie verhalten sich Öle im Körper? Können Öle wirklich Cholesterin senken und wie schneiden Öle im Vergleich mit Zucker ab? Dieser Artikel klärt ob Öle in Wirklichkeit gesund oder eher ungesund sind.

Was ist Öl eigentlich?

Pflanzenöl wird in sogenannten Ölmühlen hergestellt. Zur Gewinnung werden hauptsächlich Ölfrüchte und Ölsaaten verwendet, die einen relativ hohen Gehalt an Fett aufweisen. Im Herstellungsprozess werden die Ölfrüchte und Saaten gepresst und das Fett isoliert. Je nach Pressverfahren wird Öl entweder kalt (bis 45°C) oder heiß (bis 100°C) gepresst. Je nach Herstellungsart werden auch Lösungsmittel wie Hexan, Benzol verwendet um die Extrahierung der Fette zu vereinfachen.

Naturbelassenes Öl?

Naturbelassen bedeutet so viel wie von der Natur unverändert. Aber wie kann Pflanzenöl naturbelassen sein, wenn alles was eine Pflanze gesund macht entfernt wurde und nur ein isolierter Nährstoff übrig bleibt? Wenn man sich anschaut, welche Inhaltsstoffe pflanzliche Lebensmittel so gesund machen, sind es Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe. Diese werden bei der Herstellung von Öl fast vollständig entfernt und was übrig bleibt, ist isoliertes und konzentriertes Fett. D.h. Öl ist immer ein stark verarbeitetes/raffiniertes Produkt und in keinster Weise naturbelassen.

Öl vs Zucker

Um zu verdeutlichen was ich meine, kann man die Nährwerte von Zucker und Öl direkt vergleichen. Mittlerweile ist jedem klar, dass Zucker kein gesundes Nahrungsmittel ist. Zucker ist im Grunde genommen nichts anderes als raffinierte/stark verarbeitete Kohlenhydrate. Der Zuckerrübe werden alle Nährstoffe, Eiweiße und Ballaststoffe entfernt, bis nur noch die isolierten Kohlenhydrate (weißer Zucker) übrig bleiben. Genauso ist es beim Öl. Der Ölfrucht/Ölsaat werden alle Nährstoffe, Eiweiße und Ballaststoffe entfernt, bis nur noch isoliertes Fett übrig bleibt. Öl ist also nicht anderes als raffiniertes Fett. Trotzdem hält sich der Glaube, dass Öl, im Gegensatz zu Zucker gesund sein soll.

Nährwerte von Zucker und Olivenöl im direkten Vergleich:

Pro Esslöffel
.
Zucker
Olivenöl
Kalorien
50
120
Protein
0g
0g
Kohlenhydrate
12g
0g
Ballaststoffe
0g
0g
Fett
0g
14g
Omega-3-Fettsäuren
0g
0.1g
gesättigte Fettsäuren
0g
1.8g (14%)
Vitamine
0g
Spuren von Vitamin E
Mineralien
0g
0g
öl zucker vergleich tabelle

Selbst das für gesund gehaltene Olivenöl hat kaum Nährwerte und enthält mehr als doppelt so viele Kalorien wie Zucker. Zusätzlich enthält Olivenöl 14% gesättigte Fettsäuren. (Kokosöl enthält 90% gesättigte Fettsäuren)

Fettsäuren Verhältnis

Ein weiteres Problem bei vielen Ölen, ist das für den menschlichen Körper unausgeglichene Fettsäuren Verhältnis. Ein gesundes Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren Verhältnis liegt zwischen 1:1 bis 1:4. Wer regelmäßig Öle verzehrt, die kein gutes Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren Verhältnis aufweisen, wird schnell ein Ungleichgewicht zu Gunsten der Omega-6-Fettsäuren entwickeln.

Dadurch werden die wichtigen Omega-3-Fettsäuren verdrängt, sodass beispielsweise Entzündungen entstehen. Ein Zuviel an Omega-6-Fettsäuren ist unter anderem für viele Zivilisationskrankheiten verantwortlich. Dazu zählen u.a. Autoimmunerkrankungen, Diabetes II, Krebs, Herz- Kreislauferkrankungen.

Selbst das so beliebte Olivenöl weist ein ziemliches schlechtes Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren Verhältnis von 1:11 auf.

Das Problem bei Omega-3 reichen Ölen

Leinöl ist zwar das Pflanzenöl mit dem höchsten Omega-3 zu Omega-6 Fettsäuren Verhältnis (4:1), trotzdem stößt man bei Leinöl und anderen Omega-3 reichen Pflanzenölen auf Probleme. Durch die Verarbeitung der Ölfrucht/Ölsaat zu Öl, werden alle Komponenten entfernt, die in der ganzen Pflanze, die Fette vor Oxidierung schützen. D.h. sobald Öl fertig gepresst ist, werden die mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren) instabil und die Oxidierung durch Licht, Sauerstoff und Wärme beginnt. Besonders empfindlich sind Omega-3 reiche Öle wie Leinöl, Walnussöl oder Rapsöl.

Diese oxidieren bei falscher Pressung und Lagerung besonders schnell. Die Omega-3 Fettsäuren in Ölen halten nur wenige Wochen. Häufig lagern Pflanzenöle allerdings mehrere Wochen oder Monate im Geschäftsregal. Hinzu kommt, dass Öle generell nicht sehr schnell verbraucht werden und somit zusätzlich mehrere Wochen zu Hause lagern. Bis sie dann aufgebraucht werden, sind die Omega-3 Fettsäuren teilweise oder vollständig oxidiert.

Oxidierte Fette sind besonders gesundheitsschädlich und bilden freie Radikale im Körper, die auf Dauer ungesund sind und eine Vielzahl von Krankheiten begünstigen.

Transfette

Transfette entstehen bei bestimmten Verarbeitungsschritten des Öls, z.B. wenn flüssiges Öl gehärtet wird oder auch beim frittieren. Transfette/gehärtete Fette sind der Grund, weshalb Margarine vor einigen Jahrzehnten als besonders ungesund galt. (Mittlerweile wird Margarine anders hergestellt)

Transfette entstehen aber auch bei der normalen Herstellung von Öl in geringen Mengen. Auch Fast Food enthält oftmals Transfette aus Ölen. Gehärtete Fette/Transfette sollten wann immer es geht gemieden werden, da sie besonders ungünstig für Herz- Kreislauferkrankungen. Sie können das Risiko an Herz- Kreislauferkrankungen zu erkranken um bis zu 50% erhöhen. [1]

Übergewicht

Übergewicht ist mittlerweile eine Epidemie. Immer mehr Menschen leiden an krankhaftem Übergewicht oder sind kurz davor. Laut der DGE (Deutsch Gesellschaft für Ernährung) sind 59% der Männer und 37% der Frauen übergewichtig. Wer übergewichtig ist, erhöht das Risiko für eine Vielzahl an Erkrankungen wie Diabetes, Herz- Kreislauferkrankungen und sogar Krebs.

Nur 3 Esslöffel Öl enthalten ~360 kcal. Da Öl kaum Volumen besitzt, macht es auch nicht satt. So kann man täglich mehrere hundert Kalorien über dem persönlichen Kalorienverbrauch landen, ohne es zu merken.

magen mit öl, fleisch und gemüse

Zu sehen ist das Volumen von 400 kcal Öl, Hünchenfleisch und Gemüse

Pflanzenöle erhöhen LDL-Cholesterin

Die Gesundheitsversprechen der Öl Hersteller sind vielfältig. Besonders Olivenöl und Kokosöl sollen cholesterinsenkend wirken. Wenn man sich die Studien aber genau anschaut, wird klar, dass Olivenöl und Kokosöl, die Cholesterinwerte nicht senkt, sondern lediglich nicht so stark ansteigen lassen wie Butter. Dies bedeutet aber nicht, dass Pflanzenöle das Cholesterin senken oder gesund sind. [2]

Verklumpung des Blutes durch Öle

Öle verursachen eine Verklumpung des Blutes, in dem sie den Gerinnungsfaktor VII (Prokonvertin) erhöhen. [3] Durch einen erhöhten Gerinnungsfaktor, besteht ein höheres Risiko eine Thrombose, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Fast alle Herzinfarkte und Schlaganfälle werden durch Blutgerinnsel verursacht, die die Arterien verstopfen, sodass das Blut nicht mehr richtig fließen kann.

Verminderung der Gefäßfunktion durch Öl

Dass Öle gesund fürs Herz- Kreislaufsystem sind, ist eine weitere Behauptung die nicht stimmt. Im Gegenteil: Sie wirken auf die Arterien ähnlich schädlich wie tierische Fette. [4] [8] Es konnte beispielsweise nach dem Konsum von verschiedenen Ölen, eine Erhöhung der Triglyceride beobachtet werden. Erhöhte Tryglycerid-Werte, sind genau wie erhöhte LDL-Cholesterin-Werte ein Risikofaktor für Herz- Kreislauferkrankungen und somit auch für Herzinfarkt.

Zähflüssiges Blut durch Öl

Neben den oben genannten Veränderungen, hat Öl bzw. Fett eine weitere Eigenschaft die sich sehr ungünstig auf die Gesundheit auswirkt. Nach dem Essen gelangt das Fett in die Blutbahn, wo es nicht nur die roten Blutkörperchen verklumpt und die Leistung der Arterien mindert, sondern zusätzlich das Blut zähflüssig werden lässt. Diese Phänomen kann nach fettigen Mahlzeiten beobachtet werden und ist als Lipämie bekannt (Im englischen auch Blood (Blut) Sludge (Schlamm) genannt

Die ersten 18 Sekunden sieht man, wie das Blut normal fließt bzw. fließen sollte. Nach der fettigen Mahlzeit wird das Blut dickflüssig und verklumpt.

Lipämie nach Konsum von fettreichen Lebensmittel & Öl

Lipämie ist eine weißliche Trübung des Blutes, die durch Fette verursacht wird. Besonders stark betroffen, sind Menschen die viel Fleisch und Fett essen. Da Öl den gleichen Effekt besitzt und sich das Fett im Blut anreichert, verursacht es genau wie tierische Produkte eine Lipämie nach dem Essen. [5] Diese Lipämie hält mehrere Stunden an, bis sich die Durchblutung wieder normalisiert hat und die Fette aus den Blut abgebaut sind.

Durch die Verlangsamung der Durchblutung, gelangen die wichtigen Nährstoffe langsamer an ihren Zielort. Außerdem nimmt der Sauerstoffgehalt des Blutes um bis zu 10% ab. Bei Menschen, bei denen die Durchblutung schon gemindert ist, kann dies eine Angina pectoris verursachen – Ein Gefühl der Enge im Brustkorb Bereich, der durch unzureichende Sauerstoffversorgung des Herzmuskels verursacht wird.

Ursache für Müdigkeit nach dem Essen

Nach einer fettreichen Mahlzeit mit Öl oder tierischen Fetten wird die Durchblutung gemindert und der Sauerstoffgehalt im Blut nimmt ab. Deshalb verspüren die meisten Menschen nach fettigen Essen eine Trägheit und/oder Müdigkeit. Um zu vermeiden, dass das Blut nach dem Essen zähflüssig wird, sollte die Mahlzeit wenig oder kein Öl enthalten und generell wenig Fett enthalten. Dies ist auch besser zum abnehmen.

Was ist mit Studien, die behaupten Pflanzenöle seien gesund?

Zu Unrecht wird Olivenöl, Kokosöl und andere Pflanzenöle in den Medien als gesund dargestellt. Angeblich sollen sie Cholesterin senken. Dies ist aber falsch, da in den Studien mit Butter oder anderen tierischen Fetten verglichen wird. D.h. Oliven- und Kokosöl senken nicht das Cholesterin, sondern lassen es nicht so stark ansteigen wie Butter oder beispielsweise Schweineschmalz. So soll der Eindruck erweckt werden, Öle wären gesund, wobei sie in Wahrheit nur weniger Schaden als tierische Fette.

Die Mediterrane Diät und Olivenöl

Häufig wird die Mediterrane Ernährung als vermeintlicher Beweis, für die positiven Eigenschaften von Ölen und speziell Olivenöl genannt. Die Studie die angeblich Beweisen soll, dass Olivenöl gesund für das Herz ist, wurde 1958 veröffentlicht. Sie hieß „Die sieben Länder Studie“, mit Daten, die Anfang der 1950er Jahre gesammelt wurden. Zu den untersuchten Ländern zählten Griechenland, Italien, Spanien, Süd Afrika, Japan und Finnland. Die Einwohner Kretas hatten damals in der Studie die niedrigste Todesrate der untersuchten Länder. Die täglich verzehrte Menge an Olivenöl betrug bei den Einwohnern Kretas gerade mal 3 Esslöffel/Tag (40g).

Die „Mediterrane“ Diät: Damals

Die ursprüngliche Mediterrane Ernährung bestand hauptsächlich aus Gemüse, Früchten, Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, etwas Fisch und sehr wenig oder gar keinem Fleisch. Auch war die Menge des verzehrten Olivenöls nur sehr gering mit insgesamt 3 EL/Tag.

In den Medien wurde/wird es so dargestellt, als sei das Olivenöl dafür verantwortlich, weshalb die Mediterrane Ernährung gesund ist. Wissenschaftler haben dies untersucht und festgestellt, dass Olivenöl kaum einen positiven Effekt auf die Gesundheit hat, da selbst ganze Oliven sehr wenig Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe besitzen. [6]

Was machte die Mediterrane Ernährung so gesund, wenn nicht das Olivenöl?

In erster Linie ist eine pflanzenbasierte Ernährung, reich an Nährstoffen, Antioxidantien, Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen, für die geringe Sterblichkeit verantwortlich. [7] Speziell konnte der Verzehr von Gemüse und Nüssen eine schützende Wirkung aufs Herz belegen.  D.h. eine pflanzenbasierte Ernährung wird immer besser abschneiden, als eine durchschnittliche Ernährung, mit viel tierischen Produkten und vergleichsweise wenig Gemüse. Zusätzlich bewegten sich die Einwohner Kretas viel, indem sie hart arbeiteten und  mehrere Kilometer täglich zu Fuß liefen.

Die „Mediterrane“ Diät: Heute

Logischerweise hat sich die Ernährung in Kreta/Griechenland seit der 1950er Jahre stark verändert. Der Konsum an verarbeiteten Lebensmitteln ist seitdem stark gestiegen und auch der Konsum an tierischen Lebensmitteln hat sich vervielfacht. Das zeigt sich auch beim Übergewicht und den Herz- Kreislauferkrankungen. Diese haben sich angeglichen und Unterscheiden sich kaum noch bzw. sind teilweise sogar höher als in anderen Ländern.

Der Fleischkonsum in Mediterranen Ländern, von 1961-2001. Quelle: researchgate.net

Der Anteil übergewichtiger Kinder in Griechenland. Quelle: Dailymail.co.uk

Pflanzenöle komplett meiden?

Die obigen Informationen sind für die meisten Leser vermutlich neu, da in der Öffentlichkeit ein komplett anderes Bild dargestellt wird. Pflanzenöle sind aus den oben genannten Gründen nicht gesund. Allerdings bedeutet dies nicht, dass Öle komplett gemieden werden müssen. Sie sollten genau wie Zucker oder Alkohol eingeschränkt werden und selten oder nur in geringen Mengen verzehrt werden. Ein gesunder Mensch, wird bei einer ausgeglichenen vollwertigen Ernährung keine gesundheitlichen Nachteile bemerken, wenn ab und zu etwas Öl in den Salat getan wird. Dabei scheint sich Leinöl am besten zu eignen. Auch wenn die Omega-3-Fettsäuren relativ instabil sind, kann es bei richtiger Lagerung (im Kühlschrank) gesundheitsförderliche Eigenschaften besitzen. Die Firma Rapunzel stellt ihr Leinöl* mit einem speziellen Pressverfahren unter Ausschluss von Sauerstoff her. 1-2 EL täglich reichen vollkommen aus. Leinöl sollte nie erhitzt werden.

Wer sollte Öle meiden?

Auch wenn gesunde Menschen Öle in geringen Mengen ohne Probleme verzehren können, gibt es gewisse Bevölkerungsgruppen, die Öle wenn möglich ganz meiden sollten:

Übergewicht/Diabetes II

Wie schon erwähnt ist Öl pures Fett, mit einer sehr hohen Kaloriendichte und wenig Volumen. Öl macht nicht satt und bietet kaum Nährwerte. Wer übergewichtig ist oder an Diabetes II leidet, sollte auf „leere“ Kalorien wie Öl, Weißmehl oder Zucker weitestgehend verzichten.

Herzerkrankungen

Wer an Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems leidet, sollte auf fettreiche Nahrungsmittel wie Pflanzenöle verzichten, da sie das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall etc. [8] unnötig erhöhen. Dr. Caldwell Esselstyn kann beispielsweise Atherosklerose (Verkalkung der Arterien) rückgängig machen, indem er seine Patienten mit einer High Carb Low Fat Ernährung behandelt, die kein Öl enthält. Es ist bisher die einzige Therapie/Ernährungsform, die in wissenschaftlichen Studien Arterien wieder öffnen konnte und somit Herzerkrankungen umkehren kann.

Menschen mit Entzündungen

Öle verursachen auf mehreren Wegen Entzündungen. Hauptsächlich dadurch, dass sie ein unausgeglichenes Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren Verhältnis haben. Auch sind die oxidierten/ranzigen Fette ein Problem und verursachen zusätzlich Entzündungen im Körper. Besonders Menschen mit Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Multipler Sklerose sollten Pflanzenöle deshalb ganz meiden.

Gesunde Fette

Anstatt der Öle können einfach die ganzen Ölfrüchte oder Saaten verwendet werden. Diese enthalten alle Inhaltsstoffe die die Öle enthalten und bieten zusätzlich noch weitere Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe, die nicht mehr im Pflanzenöl enthalten sind.

  • Leinsamen anstatt Leinöl
  • Sonnenblumenkerne anstatt Sonnenblumenöl
  • Oliven anstatt Olivenöl
  • Avocados anstatt Avocadoöl
  • Walnüsse anstatt Walnussöl

Kochen ohne Öl

Auch wenn es anfangs gewöhnungsbedürftig ist, kann man sehr gut ohne Öl kochen. Mittlerweile gibt es eine Menge Rezepte die zeigen, wie man leckere Gerichte ganz einfach und ohne Öl zubereiten kann. Auf Instagram, YouTube, Pinterest findet man eine Menge leckerer Rezepte ohne Öl. Ansonsten gibt es auch Kochbücher mit gesunden und ölfreien Rezepten.

Zusammenfassung: Auch wenn es viele Menschen nicht gerne hören, aber Pflanzenöle sind im Gegensatz zur öffentlichen Wahrnehmung der Bevölkerung, als ungesund einzustufen. Alle Öle haben einen ähnlichen Effekt auf Arterien, Durchblutung und das Herz- Kreislaufsystem, auch das für gesund gehaltene Olivenöl. Öle sollten, wenn überhaupt, sehr selten gegessen werden und genau wie Zucker oder Alkohol, nur in Ausnahmen gegessen werden. Menschen mit bestimmten Krankheiten oder Übergewicht, sollten am besten ganz auf Pflanzenöle verzichten.

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Alles zum Thema High Carb Low Fat Ernährung (HCLF)

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Was ist High Carb Low Fat? Für wen eignet sich diese Ernährung? Was sagt die Wissenschaft dazu? Besonders fürs Abnehmen, Diabetes & Herzerkrankungen. Wieso funktioniert diese Ernährung bei vielen Menschen so gut und wieso ist diese Art der Ernährung so gesund? Hier gibt es alle Antworten dazu.

Was ist High Carb Low Fat überhaupt?

High Carb Low Fat (HCLF) ist eine „Diät“ oder Form der Ernährung, die zunehmend immer beliebter wird. HCLF bedeutet auf deutsch in etwa: “viele Kohlenhydrate, wenig Fett“, d.h. der Großteil der verzehrten Lebensmittel stammt aus Kohlenhydraten und nur ein geringer Anteil der Gesamtkalorien besteht aus Fett. Man kann eine HCLF Ernährung mit Fleisch, vegetarisch oder vegan gestalten. Die Mehrheit der HCLF Anhänger bevorzugt allerdings eine weitestgehend pflanzenbasierte Art der Ernährung, die entweder vegetarisch oder vegan ist.

Warum High Carb Low Fat?

Der Gedanken hinter HCLF ist relativ einfach. Laut einigen weltweit anerkannten Ernährungswissenschaftlern und Ärzten, ist die HCLF Diät/Ernährung die für den Menschen gesündeste Form der Ernährung. HCLF ist eigentlich nur ein anderes Wort für „Whole Foods, Plant Based“ (pflanzenbasiert, aus ganzen/unverarbeiteten Lebensmitteln).

Wenn man sich die Ernährung unserer Vorfahren anschaut, haben sich alle großen Populationen in der Vergangenheit in etwa so ernährt. Angefangen bei den Japanern und Chinesen die hauptsächlich Reis und Süßkartoffeln aßen. Die Maya und Inka, deren Grundnahrungsmittel Kartoffeln und Mais war. In Afrika war das Grundnahrungsmittel, je nach Region Mais, Getreide, Maniok. Alle großen Zivilisationen aßen im Grunde HCLF oder eben „Whole Foods, Plant Based“. Zwar war keine Zivilisation vollständig vegan, aber der Anteil an tierischen Produkten betrug häufig nicht mehr als 5% der Gesamtkalorien.

Makroverteilung: Was bedeutet HCLF in Zahlen?

Egal ob mit Fleisch, vegetarisch oder vegan, die Makroverteilung sieht immer in etwa gleich aus. Die Mehrheit der Gesamtkalorien stammt von Kohlenhydraten. In zahlen bedeutet dies in etwa 70-80% der am Tag verzehrten Gesamtkalorien bestehen aus Kohlenhydraten. Etwa 10-20% der täglichen Gesamtkalorien sollten aus Fett stammen. Wer allerdings aufmerksam ist, wird merken, dass High Carb Low Fat nur 2 der 3 Makronährstoffe im Namen beinhaltet. Die Makroverteilung ist beim Eiweiß in etwa wie beim Fett aus und beträgt zwischen 10-20%.

D.h. je nach individueller Gestaltung, kann die Makroverteilung 80% KH, 10% EW, 10% F (80/10/10) betragen oder 70/15/15. Dabei gibt es kein richtig oder falsch. Es hängt von den individuellen Bedürfnissen ab und wer mit welcher Makroverteilung am besten zurecht kommt. Manche Menschen benötigen beispielsweise einen Fettanteil von 15-20% um sich wohl zu fühlen, andere benötigen nur 10% Fett. Ansonsten benötigen Sportler und Bodybuilder etwas mehr Eiweiß.

Fette & Proteine

Die richtigen Fette sind wichtig für die Gesundheit und das Wohlbefinden. Deshalb habe haben Menschen häufig Bedenken, ob der Anteil an wichtigen Fettsäuren in der High Carb Low Fat Ernährung ausreichend gedeckt werden kann. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass der heutige übermäßige Fett & Proteinkonsum viele negative Nachteile mit sich bringt. Eine HCLF bzw. eine Whole Foods Plant Based Ernährung versorgt den Körper mit allen essentiellen Fettsäuren. Auch sollten Pflanzenöle aus diesen Gründen eher gemieden oder eingeschränkt werden.

Auch wird der heutige Proteinkonsum deutlich überbewertet. Ein erwachsener Mensch benötigt sehr wenig Eiweiß und kann alle nötigen Proteine aus pflanzlichen Lebensmitteln bekommen. Anhand der Muttermilch sieht man, dass der Eiweißbedarf deutlich geringer ist als von vielen vermutet. Muttermilch enthält gerade einmal 1,5g Eiweiß pro 100ml. Kuhmilch enthält hingegen 3,5g/100ml. D.h. selbst in der Phase, in der der Körper am schnellsten wächst, benötigen wir gerade mal 1,5g Eiweiß/100ml.

Ein erwachsener Mensch benötigt in der Regel zwischen 0,8-0,9g Eiweiß pro kg. Diese Werte gelten für das Optimalgewicht. Ein 80kg schwerer Mann benötigt also gerade einmal 72g Eiweiß pro Tag. Sportler und Bodybuilder benötigen etwas mehr um Muskeln aufzubauen.

Wann ist Low Fat nicht mehr Low Fat?

Man kann keine genauen zahlen nennen, wann Low Fat aufhört, aber auf Dauer sollte der Fettgehalt nicht viel mehr als 20% betragen. Wer einer Whole Foods Plant Based Diet folgt, mit wenig oder gar keinen tierischen Produkten und Pflanzenölen, wird in etwa auf die Makronährwerte zwischen 80/10/10 und 60/20/20 kommen.

Wie sieht eine HCLF Ernährung aus?

Der Großteil der Kalorien besteht aus (komplexen) Kohlenhydraten. Sie sollten also die Mehrheit des täglichen Speiseplans ausmachen:

  • Getreide in Form von Reis, Brot, Weizen(mehl), Quinoa, Buchweizen(mehl), Mais(mehl) etc.
  • stärkehaltiges Gemüse wie Kartoffeln, Süßkartoffeln

Danach kommen Lebensmittel wie:

  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Früchte
  • Nüsse
  • Saaten

Die folgenden Lebensmittel können auch gegessen werden, sollten aber eine Ausnahme darstellen und selten und/oder in geringen Mengen gegessen werden:

  • Zucker
  • Öle
  • tierische Produkte

High Carb Low Fat Kochbücher mit vielen leckeren und gesunden Rezepten gibt es in meinen Empfehlungen.

Weitere geeignete Rezepte gibt es auf YouTube, Instagram, Pinterest

Welche Ärzte empfehlen eine High Carb Low Fat Diät?

Der Großteil der Ärzte stammt derzeit noch aus den USA. Alle sind weltweit anerkannte Ärzte und Wissenschaftler und Autoren, die in ihren Büchern wissenschaftlich erklären, weshalb genau eine pflanzenbasierte Ernährung mit einem relativ geringen Fettanteil die beste und gesündeste Form der Ernährung ist.

Welche Vorteile hat eine High Carb Low Fat Ernährung?

Die Vorteile einer HCLF Ernährung sind vielfältig. Es lassen sich vielerlei gängige Zivilisationskrankheiten behandeln, bessern oder heilen. Viele Menschen die auf HCLF umsteigen, haben mehr Energie, fühlen sich besser, kleinigkeiten wie Kopfschmerzen, Verstopfung etc. bessern sich.

Abnehmen mit High Carb Low Fat

Kohlenhydrate werden in den Medien häufig verteufelt und verantwortlich für Übergewicht gemacht. Dabei sind nicht Kohlenhydrate an der steigenden Zahl Übergewichtiger Schuld. Verantwortlich für Übergewicht sind in erster Linie zu viele Kalorien. Weitere Faktoren sind zu viele verarbeitete Kohlenhydrate in Form von Zucker und Weißmehl. Raffinierte (verarbeitete) Kohlenhydrate haben kaum Nährstoffe, lassen den Insulinspiegel schnell ansteigen und schnell abfallen. Dies verursacht bei vielen Menschen die sogenannten Heißhunger Attacken. Stärkehaltige Nahrungsmittel und komplexe Kohlenhydrate wie Haferflocken, Kartoffeln, etc. lassen den Insulinspiegel langsamer ansteigen und sind außerdem reich an Ballast- und Nährstoffen.

Ein weiteres Problem heutzutage, ist der übermäßige Verzehr von Fett. Fett enthält ca. doppelt so viele Kalorien wie Kohlenhydrate und Proteine. In Form von Pflanzenöl ist es noch konzentrierter. 400Kcal Öl füllen den Magen nicht Ansatzweise. Im Gegensatz füllen 400kcal Gemüse den Magen größtenteils oder vollständig.

magen mit öl, fleisch und gemüse

links: Das Volumen von 400kcal Öl mitte: Das Volumen von 400kcal (Hähnchen) Fleisch rechts: Das Volumen von 400kcal Gemüse

Eine High Carb Low Fat Ernährung ist die einfachste Art der Ernährung, um auf Dauer gesund und langfristig, ohne Jojo Effekt und ohne zu hungern abzunehmen. Die meisten kalorienreichen Lebensmittel fallen weg und es bleiben die Lebensmittel, die eine geringe Kaloriendichte, bei gleichzeitiger hoher Nährstoffdichte besitzen. Dadurch kann man sich satt essen ohne zu hungern und ohne sofort Angst haben zu müssen, zuzunehmen. Wer dennoch leicht zunimmt und nicht die gewünschten Abnehmerfolge einer HCLF Ernährung verzeichnet, der kann den Rohkostanteil in der Ernährung erhöhen. Rohes Obst und Gemüse füllt den Magen und es ist schwer damit zuzunehmen.

Auch wenn es mit einfach ist, mit einer HCLF Ernährung abzunehmen, zählt am Ende der Kalorienverbrauch und die gegessenen Kalorien. Wer viel mehr isst als er verbraucht, wird trotzdem weiterhin zunehmen bzw. nicht abnehmen. Allerdings ist es viel schwieriger mit einer HCLF Ernährung zuzunehmen oder übergewichtig zu sein.

High Carb Low Fat und Typ II Diabetes

Kohlenhydrate werden fälschlicherweise für Diabetes verantwortlich gemacht. Allerdings sind nicht die Kohlenhydrate für einen hohen Blutzuckerspiegel verantwortlich, sondern ein zu viel an Fett. Insulin kann durch zu viel Fett in den Zellen, nicht mehr in die Zellen gelangen, wo es hin soll. Dadurch entsteht die sogenannte Insulinresistenz. Insulin ist für die Regelung des Blutzuckerspiegels verantwortlich und reguliert die Aufnahme von Zucker in die Zellen. Wird die Ernährung auf eine HCLF Ernährung umgestellt, verlässt das überschüssige Fett die Zellen. Dadurch kann das Insulin wieder in die Zellen und reguliert somit wieder den Blutzuckerspiegel. Wer an Diabetes, Typ I oder II leidet, sollte sich das Buch von Dr. Neal Barnard* durchlesen.

High Carb Low Fat und Herzkrankheiten

Herzerkrankungen sind heutzutage die häufigste Todesursache in den westlichen Industrieländern. Sie können jeden aus den westlichen Industrieländern treffen, der sich durchschnittlich ernährt, unabhängig von Gewicht, Blutdruck, Cholesterin etc. Dabei können sie mit der richtigen Ernährung nicht nur vollständig verhindert werden, sondern in vielen Fällen angehalten oder sogar umgekehrt werden. Dr. Esselstyn ist weltweit einer der führenden Herzspezialisten der Herzkrankheiten mit einer pflanzenbasierten Ernährung mit wenig Fett behandelt (HCLF). Diese Art der Ernährung konnte nachweislich eine Umkehrung von Atherosklerose (Verkalkung der Arterien) zeigen. Somit ist eine HCLF/Whole Foods Plant Based Diet (pflanzenbasierte Ernährung aus ganzen Lebensmitteln), die einzige Ernährung, die nicht nur effektiv den Fortschritt von Atherosklerose verhindert, sondern blockierte Gefäße wieder frei macht und somit Herzerkrankungen umkehren kann.

atherosklerose umkehren

links: Die fast vollständige geschlossene Herzarterie. Normalerweise wird hier eine Bypass OP empfohlen rechts: Die Herzarterie hat sich nach einigen Jahren dank der richtigen Ernährung wieder geöffnet. Die Durchblutung hat sich vollständig normalisiert, sodass eine Bypass OP nicht mehr nötig ist.

Weitere Krankheiten die durch eine High Carb Low Fat Ernährung gebessert oder geheilt werden können.

Dazu zählen vor allem ernährungsbedingte Krankheiten wie Arthritis, Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, Gicht etc.

Eine HCLF bzw. eine Whole Foods Plant Based Diät kann nicht nur bestimmte Krankheiten bessern oder heilen, sondern den Großteil der Zivilisationskrankheiten vorbeugen bzw. das Risiko senken, an bestimmten Krankheiten zu erkranken.

Die Dokumentationen Forks over Knifes (dt. Gabel statt Skalpell)*, What the Health* & Hope for All* beschäftigen sich ausführlich mit der Thematik und zeigen weitere Vorteile dieser Ernährung auf. Die ersten beiden gibt es umsonst auf Netflix. Hope for All gibt es umsonst mit Amazon Prime.*

Zusammenfassung: Eine High Carb Low Fat Ernährung ist einfach umzusetzen und funktioniert für viele Menschen so gut, weil es die Ernährung ist, die für unseren Körper bestimmt ist. Bis auf wenige Ausnahmen, ernährten sich unsere Vorfahren hauptsächlich von stärkehaltigen Lebensmitteln, mit viel Gemüse und relativ wenig Fett und tierischen Produkten. Egal ob im Asiatischen Raum, in Afrika oder in Südamerika. Die Ernährung unserer Vorfahren sah überall ähnlich aus was die Makroverteilung angeht. Deshalb ist es kein Zufall, dass diese Ernährung bei so vielen heutigen Krankheiten so gute Erfolge erzielt.

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6 Lebensmittel die den Blutdruck natürlich senken – Ohne Medikamente

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6 Lebensmittel die den Blutdruck natürlich senken - Ohne Medikamente

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Hoher Blutdruck oder Bluthochdruck (Hypertonie) ist der Hauptrisikofaktor für frühzeitigen Tod und sollte schnellst möglich gesenkt werden. Allerdings wirken blutdrucksenkende Medikamente oftmals nur bedingt und haben häufig viele Nebenwirkungen. Die Frage, welche Lebensmittel, den Blutdruck auf natürliche Weise senken können, versuchen viele Artikel zu beantworten. Allerdings beziehen sich andere Artikel selten auf wissenschaftliche Studien. In diesem Artikel erfahren Sie, die besten blutdrucksenkenden Lebensmittel, die nachgewiesenermaßen in Studien schnell und effektiv Bluthochdruck auf natürliche Weise senken konnten, warum Bluthochdruck so gefährlich ist, welcher Blutdruck anzustreben ist und weitere Maßnahmen die Sie ergreifen können.

6. Wakame Algen

wakame algen

Algen gehören in der Asiatischen Kultur seit Jahrtausenden zu den Lebensmitteln, die in vielen Regionen täglich oder zumindest regelmäßig verzehrt werden. Sie enthalten viel Jod sind reich an Nährstoffen und Eiweiß. Obwohl Algen viel Salz enthalten, konnten Wakame Algen*, gehören sie dennoch zu den blutdrucksenkenden Lebensmitteln und konnten in einer Studie den Blutdruck deutlich senken. [1] Der Systolische Blutdruck konnte bei den Teilnehmern der Studie innerhalb von 2 Monaten einmal um 10.5 mmHG und um 16.8 mmHG gesenkt werden. Bei einem durchschnittlichen Anfangswert von 128 mmHG und 136.8 mmHG entspricht diese Senkung im Durchschnitt 8% bzw. 12%. In der Studie wurden 3 g und 6 g Wakame Algen/Tag eingenommen

5. Hibiskus Tee

hibiskus

Ein weiteres blutdrucksenkendes Lebensmittel ist der Hibiskus. Der Hibiskus oder zu deutsch auch Eibisch, besticht durch seine leuchtend rote Farbe. Er ist reich an Vitamin C, Flavonoiden und stärkt das Immunsystem. Neben cholesterinsenkenden Eigenschaften, kann er außerdem wirksam den Blutdruck senken. [2]

Weshalb genau Hibiskus Tee den Blutdruck senkt ist nicht genau bekannt. Es wird vermutet, dass Hibiskus Tee* die Stickstoffmonoxid (NO) Produktion im Körper fördert. Stickstoffmonoxid wird beispielsweise in Herzmedikamenten verwendet. Im Körper hat Stickstoffmonoxid mehrere wichtige Aufgaben. Eine wichtige Aufgabe des Moleküls ist die erweiternde/entspannende Wirkung auf unsere Blutgefäße. Durch das Erweitern/Entspannen der Blutgefäße kommt die blutdrucksenkende Wirkung zustande. Um eine Wirkung des Hibiskustees zu erzielen, muss über mehrere Wochen 3x täglich 250ml Tee getrunken werden. Optimal wäre es den Tee dauerhaft zu trinken. 750ml Tee pro Tag hören sich zwar viel an, da der Tee aber auch andere gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe wie Antioxidantien, Vitamine, Flavonoide besitzt, kann er einfach andere Getränke wie Kaffee, reines Wasser, andere Teesorten ersetzen.

4. Hülsenfrüchte

hülsenfruechte

Hülsenfrüchte gehören mit zu den gesündesten Lebensmitteln und sollten täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich verzehrt werden. Regelmäßiger Verzehr von Hülsenfrüchten, kann nicht nur die Langlebigkeit verlängern, sondern die Lebensqualität im Alter deutlich verbessern. Hülsenfrüchte sind reich an pflanzlichem Eiweiß, enthalten viele Nährstoffe und wichtige Ballaststoffe, die essentiell für die menschliche Verdauung sind. Hülsenfrüchte enthalten zudem gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe die sich positiv bei Übergewicht und Diabetes auswirken. Außerdem wirken sich Hülsenfrüchte besonders positiv auf den Cholesterinspiegel und aufs Herz-Kreislaufsystem aus, so wie den Blutdruck aus. [3] In China wurden beispielsweise Kichererbsen seit Jahrtausenden für die Behandlung von hohem Blutdruck und Diabetes verwendet. Wer bis ins hohe Alter gesund und fit sein will, sollte Hülsenfrüchte unabhängig der blutdrucksenkenden Wirkung regelmäßig konsumieren.

3. Grüner Tee

grüner tee

Grüner Tee wird genau wie Algen regelmäßig im asiatischen Raum konsumiert. Grüner Tee ist insgesamt eines der gesündesten, wenn nicht das gesündeste Getränk. Seine Wirkung ist so vielfältig auf die Gesundheit so wie die Haut, dass gesundheitsbewusste Menschen eigentlich gar nicht um den Konsum von grünem Tee herumkommen. Zudem ist grüner Tee eine der meist studierten (Heil)Pflanzen, sodass es im Gegensatz zu anderen „Super-Foods“, viele Studien gibt, die die Wirkung von grünem Tee belegen.

Eine Auswertung mehrerer Studien ergab, dass grüner Tee effektiv den systolischen (oberer Wert) und diastolischen (unterer Wert) Blutdruck senken kann. Es konnte gezeigt werden, dass eine einzige Tasse grünen Tees/Tag das Risiko an koronaren Herzkrankheiten zu erkranken, um 10% senken und dass 2 Tassen/Tag die Sterblichkeit an Herzkrankheiten deutlich senkt. [4] Hier erfahren Sie, worauf sie beim Kauf von grünem Tee besonders achten müssen und hier wie Sie die Wirkung verstärken. Grüner Tee ist eines der besten blutdrucksenkenden Lebensmitteln und und hat viele weitere gesundheitsförderliche Eigenschaften.

2. Leinsamen

leinsamen

Leinsamen sind hauptsächlich für ihren relativ hohen Omega 3 Gehalt bekannt. Doch Leinsamen haben viele weitere gesundheitliche Vorteile, die zwar weniger verbreitet sind, aber nichtsdestotrotz außerordentlich wichtig sind.
Wussten Sie, dass Leinsamen beispielsweise :

  • außerordentliche krebshemmende Eigenschaften besitzen, besonders bei Brust,-, Prostata,-, Gebärmutterhals,- und Darmkrebs
  • Entzündungen hemmen
  • Cholesterin senken
  • Blutzucker bei Diabetes II senken
  • vorteilhaft bei Übergewicht

Dies sind nur einige gesundheitsförderliche Eigenschaften. Natürlich würden Leinsamen nicht in der Liste erscheinen, wenn sie nicht auch zu den blutdrucksenkenden Lebensmitteln gehören würden. In einer Studie wurden den Teilnehmern über 6 Monate lang, 30g geschrotete Leinsamen verabreicht. Leinsamen konnten jeweils den systolischen (oberer Wert), so wie den diastolischen (unterer Wert) um etwa 10 mmHG senken. Eine Senkung des Blutdrucks um 10 Punkte, kann das Risiko für einen Schlaganfall und Herzinfarkt um bis zu 50% bzw. 30% senken. [5]

1. Rote Bete (Saft)

rote bete

Rote Bete ist eigentlich ein wahres Super-Food. Allerdings wird Rote Bete nur selten als Super-Food genannt, da man mit Gemüse nicht so viel Geld verdienen kann wie mit exotischen Pflanzen oder Nahrungsergänzungsmitteln. Dennoch sollte die Wirkung von roter Bete nicht unterschätzt werden. Rote Bete Saft* eignet sich beispielsweise hervorragend, in kurzer Zeit den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen und kann beispielsweise von Sportlern als natürliches Doping verwendet werden. Ein erhöhter Sauerstoffgehalt im Blut hat aber auch im Alltag viele Vorteile. Man ist weniger Müde, hat mehr Energie und die körperliche Regeneration wird verbessert.

Die blutdrucksenkende Wirkung von roter Bete kommt durch den relativ hohen Nitratgehalt zustande. [6] Der Nitratgehalt ist im zwar im Vergleich zu weiteren nitratreichen Lebensmitteln nicht sonderlich hoch, allerdings erhöht sich der Nitratgehalt pro 100g, aufgrund der höheren Saftkonzentration. Da außerdem Lebensmittel wie Rhabarber oder Rucola nur bedingt in großen Mengen verzehrt werden können, eignet sich Rote Bete Saft ausgezeichnet, einfach und schnell viel Nitrat zu konsumieren. Dabei kann entweder frisch gepresster Saft oder fertiger Rote Bete Saft getrunken werden. Falls möglich, sollte Rote Bete in Bio-Qualität gekauft werden. Vermutlich ist Rote Bete Saft das beste blutdrucksenkende Lebensmittel um innerhalb weniger Stunden den Blutdruck kurzzeitig zu mindern.

Ganz links ist der Nitratgehalt von roter Bete zu sehen. Er beträgt 110mg/100g. An erster Stelle ist Rucola mit 480mg/100g zu sehen. Rote Bete Saft ist ganze rechts zu sehen mit 279mg/100g

Was macht natürlich vorkommende Nitrate in Lebensmitteln so besonders?

Natürliche Nitrate aus Lebensmitteln erweitern und entspannen die Blutgefäße und können so innerhalb von wenigen Stunden akuten Bluthochdruck schnell, effektiv und natürlich senken. Neben blutdrucksenkenden Eigenschaften, besitzen Nitrate auch krampflösende und gefäßerweiternde Eigenschaften, d.h. sie eignen sich hervorragend für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem so wie gesunde Blutgefäße. Zwar werden Nitrate auch in blutdrucksenkenden Medikamenten verwendet, allerdings sind diese verschreibungspflichtig und haben auf Dauer, wie alle Medikamente, Nebenwirkungen.

Rote Bete Saft wirkt zwar schnell im Vergleich zu den oben genannten Lebensmitteln, allerdings lässt die blutdrucksenkende Wirkung nach wenigen Stunden nach. Trotzdem eignet sich Rote Bete Saft und kurzzeitig und schnell, akuten Bluthochdruck ohne Medikamente zu senken.

Wie hoch sollte der optimale Blutdruck sein?

Der optimale Blutdruck sollte bei 110/70 liegen. Klingt erst einmal niedrig, aber bei Untersuchungen von Ureinwohnern in Afrika und China wurde festgestellt, dass niemand an hohem Blutdruck litt, unabhängig vom Alter. [7] Auch wurden keine Herzkrankheiten, so wie keine Atherosklerose festgestellt. Das heißt hoher Blutdruck hat nichts mit dem Alter zu tun und ist immer vermeidbar.

Weitere Maßnahmen

Die oben genannten Lebensmittel eignen sich zwar, um den Blutdruck kurzzeitig und dauerhaft zu senken, trotzdem ist die allgemeine Ernährung der wichtigste Faktor um den Blutdruck dauerhaft und ohne Medikamente auf einen gesunden Wert zu bekommen. Hierbei ist der Konsum von Salz ausschlaggebend. Weiterhin spielt der Verzehr tierischer Produkte eine große Rolle. Natürlich gibt es Menschen die genetisch anfälliger für hohen Blutdruck sind. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Bluthochdruck unausweichlich ist, sondern dass diese Menschen schneller oder eben anfälliger sind, hohen Blutdruck zu entwickeln. Eine pflanzenbasierte Ernährung mit wenig Salz wird in der Regel innerhalb weniger Wochen den Blutdruck normalisieren und ihn auf ein gesunden Wert bringen.

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Bio oder konventionell? Ist Bio wirklich gesünder?

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Bio oder konventionell? Ist Bio wirklich gesünder?

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Der Anteil an Bio-Produkten steigt von Jahr zu Jahr. Aber lohnt sich der Aufpreis überhaupt? Der folgende Artikel klärt ob Bio-Lebensmittel gesünder sind als konventionelle Lebensmittel, was der Unterschied zwischen Bio und konventionell angebauten Lebensmitteln ist, welche Vorteile Bio-Produkte haben und warum Bio-Produkte bevorzugt werden sollten. 

Weniger Pestizide = Gesünder?

Viele konventionelle Lebensmittel sind teilweise stark belastet, andere eher gering. Biologisch angebaute Lebensmittel weisen hingegen einen deutlich geringeren Pestizidgehalt auf [1]. Allerdings ist es schwer, die alleinigen Auswirkungen von Pestiziden auf die Gesundheit nachzuweisen. Studien konnten zwar bei Bauern ein erhöhtes Risiko an Krankheiten wie bestimmten Arten von Krebs zu erkranken [2] und anderen Krankheiten belegen, allerdings sind Menschen, die direkt mit Pestiziden in Berührung kommen, viel höheren Dosen ausgesetzt als der Endverbraucher. Auch wenn es logisch ist, so wenig Pestizide wie möglich mit der Nahrung aufzunehmen, kann nicht genau gesagt werden, welche gesundheitlichen Auswirkungen Pestizide in Lebensmitteln haben. 

Kein Unterschied beim Nährstoffgehalt zwischen Bio & konventionell

Auch bei der Frage ob Bio oder konventionelle Lebensmittel gesünder sind, kann man nicht genau am Nährstoffgehalt klären. Studien konnten keinen Unterschied im Vitamin- und Mineralstoffgehalt feststellen.

Gleicher Nährstoffgehalt, dafür mehr sekundäre Pflanzenstoffe in Bio

Obwohl kein Unterschied beim Nährstoffgehalt zwischen Bio und konventionellen Lebensmittel gefunden werden konnte, enthalten Bio Lebensmittel deutlich mehr sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole und Flavonoide. Sekundäre Pflanzenstoffe sind mindestens genau so wichtig wie Vitamine und Mineralien und in vielerlei Hinsicht sogar wichtiger. Sie besitzen eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Eigenschaften und wirken beispielsweise antioxidativ oder auch krebshemmend.

Bio-Lebensmittel enthalten weniger Schwermetalle

Schwermetalle sollten generell gemieden werden, da sie sich im Körper anreichern und auf Dauer negative gesundheitliche Folgen haben können. Eine 2015 veröffentlichte Studie konnte zeigen, dass biologisch angebaute Lebensmittel deutlich geringere Cadmiumwerte aufweisen, als konventionell angebaute Lebensmittel. [3]

Tierische Bio-Produkte

Es stimmt zwar, dass Bio-Fleisch und Bio-Milch im Schnitt weniger Pestizid- und Antibiotikarückstände enthält, dennoch sollten tierischen Produkte, wenn überhaupt, nur selten gegessen werden. Ein zu viel an tierischen Produkten hat, unabhängig davon ob Bio oder konventionell, viele gesundheitliche Nachteile. Zudem gibt es bei tierischen Bio-Produkten vom Discounter kaum noch einen Unterschied zu konventionellen tierischen Produkten und jeder Kauf von tierischen Bio-Produkten vom Discounter unterstützt genauso die Massentierhaltung wie konventionelle tierische Produkte.

Außerdem haben tierische Lebensmittel einen deutlich größeren Ökologischen Fußabdruck und Bio-Fleisch belastet die Umwelt im Schnitt sogar mehr als Tiere aus Massentierhaltung, da „Bio-Tiere“ länger leben. Wer dennoch nicht auf tierische Produkte nicht verzichten will, sollte den Verzehr einschränken und am besten im Bioladen oder noch besser beim Bauern aus der Umgebung kaufen.

Bio oder nicht Bio sollte nicht das einzige Kriterium sein

Bio ist zwar im Schnitt gesünder, aber es kommt auf die Produkte an die man kauft. Eine Bio-Pizza ist beispielsweise etwas gesünder als eine normale Pizza, da sie weniger Pestizide enthält, aber Pizza ist Fast-Food und sollte nur in seltenen Fällen gegessen werden. D.h. Bio Fast-Food ist im Vergleich zwar gesünder als konventionelles Fast-Food, aber verglichen mit frisch gekochten Mahlzeiten aus konventionell angebauten Lebensmitteln, schneidet Bio Fast-Food fast immer schlechter ab. Das selbe gilt für Bio-Süßigkeiten. Zu viel Zucker ist ungesund, egal ob Bio oder nicht.

Bio oder gar nicht? Was tun wenn keine Bio Alternativen zu kaufen sind?

Biologisch angebaute Lebensmittel haben zwar viele Vorteile, aber manchmal gibt es gerade eine bestimmte Frucht- oder Gemüsesorte nur aus konventionellem Anbau stammt. Sollte man da lieber aufs konventionelle Produkt verzichten?

Nein! Auch wenn es insgesamt besser ist, mit der Nahrung so wenig Pestizide wie möglich aufzunehmen, ist es dennoch wichtiger, täglich Gemüse und Früchte zu essen. Deshalb sollte der Verzehr von Gemüse und Früchten an erster Stelle stehen und die Frage ob Bio oder nicht, zweitrangig sein.

Zusammenfassung:  Ob Bio wirklich gesünder ist, kann nicht eindeutig geklärt werden. Studien deuten zwar darauf hin, dass Bio Lebensmittel vermutlich deshalb gesünder sind, da sie weniger Pestizid- und Schwermetallrückstände enthalten, allerdings variiert der Unterschied bei vielen Lebensmitteln teilweise recht deutlich. Einige konventionelle Lebensmittel sind gering belastet, andere wiederum recht stark. Allerdings konnten die Studien zeigen, dass biologisch angebaute Lebensmittel fast immer geringer belastet sind als die konventionellen Sorten. Auch wurden in Bio-Lebensmitteln mehr Phenole und Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) nachgewiesen, als in konventionell angebauten Lebensmitteln. Bio sollte aber nicht das einzige Kriterium sein, da Fertigprodukte auch trotz Bio-Siegel nicht automatisch gesund sind. Auch ist der regelmäßige Verzehr von frischen Früchten und Gemüse wichtiger, als die Frage ob man Bio oder konventionelle Lebensmittel kaufen sollte.

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Welche Lebensmittel sollten Bio sein?

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Welche Lebensmittel sollten Bio sein?

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Biologisch angebaute Lebensmittel sind häufig etwas teurer als konventionelle Nahrungsmittel. Doch bei einigen Frucht- und Gemüsesorten lohnt es sich die teureren Bio-Produkte zu kaufen, da einige Lebensmittel besonders stark mit Pestiziden belastet sind. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Lebensmittel Bio sein sollten. In meinem zweiten Artikel liste ich die Lebensmittel auf, die nicht Bio sein müssen.

Dirty "Dozen" Liste für Deutschland: Diese Lebensmittel sollten Bio sein

Auf der englischsprachigen Website ewg.org gibt es eine, Liste die die Lebensmittel aufzählt, die eine besonders hohe Pestizidbelastung aufweisen. Die Liste nennt sich Dirty Dozen. Dort wurden Lebensmittel getestet die für den amerikanischen Markt bestimmt sind und größtenteils auch für Deutsche Lebensmittel gelten. Kleine geringfügige Unterschiede für den Deutschen Markt gibt es dennoch. Greenpeace hat einen Ratgeber herausgebracht, der belastete und unbelastete Lebensmitteln untersucht, die für den deutschen Markt bestimmt sind. Sozusagen eine Clean Fifteen & Dirty Dozen Liste für Deutschland. Der volle Ratgeber „Essen ohne Pestizide“ kann kostenlos hier angeschaut werden.

Liste der Früchte, die auf grund hoher Pestizidbelastung in Bio-Qualität gekauft werden sollten:

Äpfel
äpfel
Aprikosen
aprikosen
Birnen
birnen
Cranberries
cranberries
Erdbeeren
erdbeeren
Feigen
feigen
Grapefruit
grapefruit
Heidelbeeren
blaubeeren
Himbeeren
himbeeren
Johannisbeeren
johannisbeeren
Kirschen
kirschen
Limonen
limonen
Nektarinen
nektarinen
Orangen
orangen
Pfirsiche
pfirsiche
Stachelbeeren
stachelbeeren
Sternfrucht
sternfrucht
Trauben
trauben

Liste der Gemüsesorten, die auf Grund hoher Pestizidbelastung in Bio-Qualität gekauft werden sollten:

Grünkohl
grünkohl
Gurken
gurken
Karotten
karotten
Knollensellerie
knollensellerie
Kopfsalat
kopfsalat
Okra
okra
Paprika
paprika
Rosenkohl
rosenkohl
Sellerie
sellerie
Tomaten
tomaten
Zucchini
zucchini

5 Regeln um Pestizide zu meiden

Je nach Region und Jahreszeit gibt es nicht immer biologisch angebautes Obst oder Gemüse. Dann bleibt nur der Griff zu konventionell angebauten Lebensmitteln. Trotzdem können gewisse Regeln befolgt werden, um die Einnahme von Pestiziden in Lebensmitteln zu minimieren. 

1. Bio ist geringer belastet

Wann immer es geht, sollte Bio Obst & Gemüse gekauft werden. Besonders bei stark belastetem Obst & Gemüse sollten Bio-Produkte bevorzugt werden.

 

2. Auf Herkunftsland achten

In Deutschland angebautes Gemüse ist häufig weniger mit Pestiziden belastet. Allerdings gilt dies nicht für alle Lebensmittel. Auch bei belasteten Lebensmitteln sollten deutsche Produkte bevorzugt werden, da in Deutschland teilweise strengere Gesetze gelten, als in anderen Ländern.

3. Eine dicke Schale schützt

Frucht- & Gemüsesorten mit einer dicken Schale enthalten weniger Pestizide im inneren. Im Schnitt sind also konventionelle Lebensmittel mit dicker Schale geringer belastet.

4. Seife verwenden

Früchte und Gemüse mit warmen Wasser und einer neutralen Seife ohne Geruchs oder Farbstoffe waschen. Der Großteil der Pestizide befindet sich außen und ist fettlöslich. Dadurch kann ein großer Teil der Pestizide einfach abgewaschen werden.

5. Obst ist stärker belastet

Die meisten Obstsorten sind stärker mit Pestiziden belastet als Gemüse. Das liegt einerseits am höheren Zuckergehalt (dadurch vermehrte Anwendung von Pestiziden) und andererseits an einer dünnen Schale. Vermutlich spielen die Anbauländer auch eine Rolle. Deshalb vor allem bei Obst lieber zu Bio-Produkten greifen.

Zusammenfassung: Die oben aufgeführten Lebensmittel sind teilweise stark mit Pestiziden belasten und sollten wann immer möglich als Bio-Produkte gekauft werden. Dabei sind häufig Beeren, Zitrusfrüchte mit Pestiziden belastet. Besonders stark sind Äpfel, Erdbeeren, Trauben, Pfirsiche, Sellerie und Kopfsalat belastet. Diese Produkte sollte man, wann immer es geht, in Bio-Qualität kaufen. Zudem können die oben abgebildeten Regeln eingehalten werden um zusätzlich die Einnahme von Pestiziden zu vermeiden. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Lebensmittel eher gering belastet sind und daher auch auf konventionell angebaute Produkte zurückgegriffen werden kann.

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Welche Lebensmittel müssen nicht Bio sein?

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Welche Lebensmittel müssen nicht Bio sein?

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Der Begriff Bio steht für biologisch angebaute Lebensmittel und wird in Deutschland von Jahr zu Jahr immer beliebter. Doch Bio Lebensmittel sind häufig teurer als konventionell angebaute Lebensmittel. Im folgenden Text erfahren Sie, welche Lebensmittel nicht unbedingt Bio sein müssen, da die Pestizid Belastung häufig in diesen konventionellen Frucht- & Gemüsesorten gering ist. In meinem zweiten Artikel liste ich die Lebensmittel auf, die auf jeden Fall Bio sein sollten, da sie häufig mittelmäßig bis stark belastet sind.

Clean Fifteen Liste nicht zwangsläufig für Deutschland anwendbar

Auf der Website ewg.org gibt es eine Liste die die Lebensmittel aufzählt, die eine besonders niedrige Pestizidbelastung aufweisen. Die Liste nennt sich Clean Fifteen. Allerdings wurden dort Lebensmittel getestet die für den Amerikanischen Markt bestimmt sind. Für den Deutschen Markt gibt es Unterschiede die beachtet werden sollten. Greenpeace hat einen Ratgeber herausgebracht, der belastete und unbelastete Lebensmitteln untersucht, die für den deutschen Markt bestimmt sind. Sozusagen eine Clean Fifteen & Dirty Dozen Liste für Deutschland. Der volle Ratgeber „Essen ohne Pestizide“ kann kostenlos hier angeschaut werden.

  • (D) = diese konventionell angebauten Lebensmittel mit deutscher Herkunft sollten bevorzugt werden, da Importware in einigen Fällen mittelmäßig starke Pestizidwerte aufweisen kann.

  • (D)* = diese konventionell angebauten Lebensmittel sollten ausschließlich deutscher Herkunft sein, da Importware häufig hohe Pestizidwerte aufweist.

Früchte die nicht unbedingt Bio sein müssen, da sie größtenteils gering belastet sind:

Avocados
avocados
Ananas
ananas
Bananen
bananen
Granatapfel
granatapfel
Kiwis
kiwis
Papayas
papaya
Wassermelonen
wassermelone

Diese Lebensmittel sind nur dann gering belastet, wenn sie in Deutschland angebaut wurden:

Blaubeeren (D)*
blaubeeren
Pflaumen (D)*
pflaumen

Gemüsesorten die nicht unbedingt Bio sein müssen, da sie größtenteils gering belastet sind:

Brokkoli (D)
brokkoli
Blumenkohl (D)
blumenkohl
Champignons (D)
champignons
Knoblauch (D)
knoblauch
Mais (D)
mais
Petersilie (D)
petersilie
Radieschen (D)
radieschen
Rhabarber (D)
rhabarber
Spargel (D)
spargel
Spinat (D)
spinat
Süßkartoffeln (D)
süsskartoffeln
Weißkohl (D)
weißkohl
Zwiebeln (D)
zwiebeln
Diese Lebensmittel sind nur dann gering belastet, wenn sie in Deutschland angebaut wurden:
Auberginen (D)*
auberginen
Grüne Bohnen (D)*
grüne bohnen
Gurken (D)*
gurken
Kartoffeln (D)*
kartoffeln
Kohlrabi (D)*
kohlrabi
Paprika (D)*
paprika
Rote Bete (D)*
rote bete
Zucchini (D)*
zucchini

5 Regeln um Pestizide zu meiden

Je nach Region und Jahreszeit gibt es nicht immer biologisch angebautes Obst oder Gemüse. Dann bleibt nur der Griff zu konventionell angebauten Lebensmitteln. Trotzdem können gewisse Regeln befolgt werden, um die Einnahme von Pestiziden in Lebensmitteln zu minimieren. 

1. Bio ist geringer belastet

Wann immer es geht, sollte Bio Obst & Gemüse gekauft werden. Obwohl einige Obst- & Gemüsesorten gering belastet sind, sollten Bio Lebensmittel bevorzugt werden. Dies ist auch besser für die Umwelt.

2. Auf Herkunftsland achten

Besonders in Deutschland angebautes Gemüse ist weniger mit Pestiziden belastet. Zudem wird es lokal oder regional angebaut, was sich positiv auf die Umwelt auswirkt.

3. Eine dicke Schale schützt

Frucht- & Gemüsesorten mit einer dicken Schale enthalten weniger Pestizide im inneren. Im Schnitt sind also konventionelle Lebensmittel mit dicker Schale geringer belastet.

4. Seife verwenden

Früchte und Gemüse mit warmen Wasser und einer neutralen Seife ohne Geruchs oder Farbstoffe waschen. Der Großteil der Pestizide befindet sich außen und ist fettlöslich.

5. Obst ist stärker belastet

Die meisten Obstsorten sind stärker mit Pestiziden belastet als Gemüse. Das liegt einerseits am höheren Zuckergehalt und andererseits an einer dünnen Schale. Vermutlich spielen die Anbauländer auch eine Rolle. Deshalb vor allem bei Obst eher zu Bio Produkten greifen.

Zusammenfassung: Die oben genannten konventionellen Lebensmittel sind im Schnitt deutlich geringer mit Pestiziden belastet und müssen daher nicht Bio sein. Allerdings sollte aufs Herkunftsland geachtet werden und besonders in Deutschland angebaute Lebensmittel bevorzugt werden, da sie häufig deutlich geringer belastet sind als aus dem Ausland importierte Lebensmittel. In einigen Fällen sind ausschließlich Produkte die in Deutschland angebaut wurden zu empfehlen. Falls trotzdem keine Möglichkeit besteht auf Bioprodukte zurückzugreifen, sollten die oben beschriebenen 5 Regeln beachtet werden.

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Knoblauch: Mit dem natürlichen Chelatbildner Blei ausleiten

knoblauch natuerlicher chelatbilnder zum ausleiten von blei
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Knoblauch: Mit dem natürlichen Chelatbildner Blei ausleiten

knoblauch natuerlicher chelatbilnder zum ausleiten von blei
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Knoblauch ist eine seit Jahrtausenden genutzte Heilpflanze mit vielen gesundheitlichen Vorteilen für den Menschen. Doch Knoblauch hat eine Eigenschaft die besonders wichtig für Menschen mit akuter oder chronischer Bleivergiftung ist. Knoblauch ist ein natürlicher Chelatbildner und hilft bei der Schwermetallausleitung von Blei.

Was ist Blei?

Blei (lat. Plumbum) ist ein für den Menschen äußerst giftiges Schwermetall. Es kommt in der Natur nur in geringen Mengen vor und ist das schwerste stabile Element. Trotz der schwere ist es leicht verformbar und hat einen niedrigen Schmelzpunkt von 327°C.

Was passiert wenn Blei in den Körper gelangt?

Gelangt Blei in den Körper, zirkuliert es für ca. 4 Wochen im Blut. Danach wird das Blei nicht etwa im Urin ausgeschieden, sondern in den Knochen eingelagert. Ist das Blei erst einmal in den Knochen eingelagert, verbleibt es dort Jahrzehnte bis es abgebaut wird. Aus den Knochen heraus vergiftet das Blei den Körper und kann Symptome einer chronischen Bleivergiftung verursachen.

Keine sichere Aufnahmemenge von Blei

Blei ist ein für den Menschen äußerst giftiges Schwermetall, welches schon in geringsten Mengen toxisch für den Menschen ist. Es ist giftig für alle Organe und es gibt keine für den Menschen sichere Aufnahmemenge, da Blei den Körper wie oben beschrieben nicht wieder verlässt, sondern in die Knochen eingelagert wird. Das heißt Blei sollte immer gemieden werden. Da dies in der heutigen Zeit nicht möglich ist, sollte die Aufnahme so gut es geht minimiert werden.

Akute und chronische Symptome einer Bleivergiftung

Die Symptome einer Bleivergiftung sind zahlreich und sehr unterschiedlich, was es besonders schwer macht eine Bleivergiftung zu diagnostizieren. Einige Symptome/Folgen einer Bleivergiftung sind:

  • Schädigung des Nervensystems

  • erhöhter Blutdruck

  • Krebs

  • Gicht

  • Schädigung der Nierenfunktion

  • verminderte Intelligenz

  • Gedächtnisverlust

  • Verstopfung

  • epilepsieartige Krämpfe in Folge von Gehirnschädigung

  • Koliken

  • Bleilähmung der Gliedmaßen

Mögliche Ursachen von Blei im Körper:

  • Wasserleitungen in Altbauten in denen Wasserrohre aus Blei verwendet wurden
  • Wandfarbe in Altbauten
  • Luftverschmutzung (Kohleverbrennung, Industrien in denen Blei verwendet wird)
  • Zigarettenrauch (auch über Passivrauchen)
  • Schießmunition & Schrotkugeln
  • Modeschmuck
  • Kerzendocht zur Verlängerung der Brenndauer
  • bleihaltige Lebensmittel

Bleihaltige Lebensmittel

Ein großer Teil des aufgenommenen Bleis gelangt durch die Luft und durch bleihaltige Nahrungsmittel in den Körper. Blei gelangt durch die Umweltverschmutzung in die Böden und wird dort von Pflanzen aufgenommen, die wiederum als Tierfutter oder als Nahrung für den Menschen verwendet werden. Fische und Meeresfrüchte sind von allen Lebensmitteln am stärksten mit Blei bzw. Schwermetallen belastet.

Folgende Lebensmittel besonders stark mit Blei belastet:

  • Meeresfrüchte (Muscheln, Garnelen, Krabben)
  • Fisch (besonders Thunfisch, Seezunge und Sardinen, aber auch Seehecht)
  • Tierknochen
  • Lebensmittel aus China, darunter auch Tee aus China (China verbrennt die Hälfte des weltweiten Kohlebedarfs. Die Verbrennung von Kohle ist verantwortlich für einen großen Teil der Bleiverschmutzung in der Luft)
  • Nahrungsergänzungsmittel wie Dolomit oder einige Kalziumpräparate

Studie belegt: Knoblauch eignet sich zur Schwermetallausleitung von Blei

Chlorella, Koriander und Tomaten gelten als natürliche Chelatbildner. Allerdings wurden zu diesen Lebensmitteln bisher keine Studien an Menschen durchgeführt. Somit ist unklar, ob diese Lebensmittel Blei aus dem menschlichen Körper ausleiten können.

Knoblauch konnte in Studien als einziges Lebensmittel beweisen, dass es Blei effektiv aus dem menschlichen Körper ausleiten kann. [1]

Knoblauch im Vergleich zu Chelattherapie

Um die ausleitenden Fähigkeiten von Knoblauch zu testen, wurden in einer Studie 117 Arbeiter aus einer Batteriefabrik untersucht. Die eine Gruppe bekam das Medikament d-Penicillamin. Ein Medikament, welches in der Chelattherpie bei Schwermetallvergiftungen von Blei, Cadmium und Quecksilber eingesetzt wird. Die andere Gruppe bekam einen Monat lang 1200µg/Tag Allicin in Form von Knoblauchpulver. Das entspricht in etwa 2 Knoblauchzehen.

Das Ergebnis nach 4 Wochen:

In beiden Gruppen wurde das Blei effektiv ausgeleitet. Sowohl in der d-Penicillamin Gruppe, als auch in der Knoblauch Gruppe wurde der Bleigehalt im Blut um ~20% gesenkt. Allerdings waren die Nebenwirkungen deutlich höher in der Gruppe, die das d-Penicillamin eingenommen hat.

Knoblauch wirkt sogar besser als das Chelat Medikament

Beide Gruppen wurden auf Symptome der Bleivergiftung untersucht. Die Arbeiter hatten Symptome wie Kopfschmerzen, erhöhten Blutdruck, verminderte Sehnenreflexe und erhöhte Reizbarkeit. Nach 4 Wochen besserten sich alle Symptome in der Gruppe die das Knoblauch eingenommen hat, aber nicht in der Gruppe die das d-Penicillamin nahm.

Somit eignet sich Knoblauch nicht nur genauso gut wie Chelat Medikamente wie d-Penicillamin, sondern ist effektiver in der Schwermetallausleitung, hat keine nennenswerten Nebenwirkungen und bessert im Gegensatz zu d-Penicillamin, die Symptome einer Bleivergiftung. Knoblauch oder Knoblauchpulver kann somit ohne Bedenken bei leichten und mittlerer Bleivergiftung eingesetzt werden.

Zusammenfassung: Blei ist ein für den Menschen toxisches Schwermetall für das es keine sichere Aufnahmemenge gibt. Die Aufnahme von Blei sollte so gut es geht gemieden werden, weil sich Blei in den Knochen ablagert und von dort den Körper über Jahrzehnte schädigen kann. Die Auswirkungen einer Bleivergiftung sind weitreichend und können jedes Organ im Körper betreffen.

 Die Lebensmittel mit dem höchsten Bleigehalt sind in der Regel Fische wie Thunfisch, Seezunge oder Sardinen. Einige Altbauten die Wasserrohre aus Blei besitzen können den Körper zusätzlich mit Blei vergiften. Knoblauch ist bisher das einzige Lebensmittel was in einer Studie an Menschen die Effizienz belegen konnte um Blei auszuleiten. Als natürlicher Chelatbildner eignet sich Knoblauch nicht nur zur Schwermetallausleitung von Blei, sondern wirkt auch besser als gängige Medikamente aus der Chelattherapie. Knoblauch hat im Gegensatz zu Medikamente aus der Chelattherapie keine nennenswerten Nebenwirkungen und verbessert im Gegensatz zu d-Penicillamin sogar die Symptome einer Bleivergiftung. Knoblauch oder Knoblauchpulver kann somit zur Schwermetallausleitung, bei leichter oder mittlerer Bleivergiftung eingesetzt werden.

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Kakao kann bei chronischem Erschöpfungssyndrom helfen

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Chronisches Erschöpfungssyndrom natürlich bessern

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Das chronische Erschöpfungssyndrom ist eine Krankheit die geschätzt mehrere Millionen Deutsche betrifft. Allerdings sollte diese Krankheit nicht mit normaler Müdigkeit verwechselt werden, da die Symptome nicht durch zu wenig Schlaf hervorgerufen werden und häufig viele weitere Symptome hinzukommen. Dieser Artikel erklärt wie sich das chronische Müdigkeitssyndrom äußert und weshalb Kakao bei der Linderung der Symptome helfen kann.

Was ist chronisches Erschöpfungssyndrom?

Das chronische Erschöpfungssyndrom auch als chronisches Müdigkeitssyndrom oder Chronic Fatigue Syndrome (CFS) ist ein Zustand, der mit anhaltender mentaler und körperlicher Erschöpfung einhergeht und wird von Betroffenen häufig als lähmende Müdigkeit empfunden. Dieser Zustand hält mindestens 6 Monate an und wird besonders durch körperliche und geistige Anstrengung verstärkt. Die Zahl der erkrankten Menschen wird auf 3% der Gesamtbevölkerung geschätzt.

Chronisches Erschöpfungssyndrom: Eine unsichtbare Krankheit

Das chronische Erschöpfungssyndrom kann als eine unsichtbare Krankheit bezeichnet werden, da sie nur schwer diagnostizierbar ist und in vielen Fällen keine körperlichen Anzeichen bestehen. CFS wird daher von vielen Ärzten als psychosomatisch oder als Burnout Syndrom abgestempelt. In einigen Fällen diagnostizieren Ärzte das chronische Erschöpfungssyndrom als Fibromyalgie.  Oftmals werden Antidepressiva verschrieben, die allerdings nicht die Ursachen behandeln. Häufig müssen Betroffene zu etlichen Ärzten, bis diese Krankheit endlich erkannt wird. Hinzu kommt, dass es kaum Behandlungsmethoden oder Therapien gibt, das chronische Erschöpfungssyndrom bessern oder heilen können.

Das chronische Erschöpfungssyndrom kann Betroffene im Alltag, teilweise stark einschränken. Von grippeähnlichen Symptomen, über geschwollene Lymphknoten, Schlafstörungen bis hin zur vorübergehenden Bettlägerigkeit. In einigen Fällen kann diese Krankheit auch zur Berufsunfähigkeit oder zur dauerhaften Bettlägerigkeit führen.

Symptome von CFS:

  • anhaltende Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf
  • lähmende Müdigkeit
  • geringe körperliche und geistige Belastbarkeit
  • Empfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen wie Lichtempfindlichkeit, Geräuschempflindlichkeit, Berührungsempfindlichkeit
  • grippeähnliche Symptome
  • Schlafstörungen
  • Infektanfälligkeit
  • Verdauungsberschwerden
  • geschwollene Lymphknoten
  • Schmerzen in Gelenken, Muskeln, Sehnen, Gelenken so wie Kopfschmerzen
  • schwere der Gliedmaßen
  • sogenannter Brain Fog, eine A, da die Symptome der nicht durch zurt geistiger „Schleier“
  • bei schweren Verläufen kann CFS zu Bettlägerigkeit führen

Kakao: Natürliches Mittel hilft bei CFS

Obwohl die Kakaobohne bei uns als Süßigkeit verwendet wird, ist die Kakaobohne als solches ein Lebensmittel mit vielen gesundheitlichen Vorteilen. Sie ist ausgesprochen reich an Eisen und Magnesium, Kalium und Kalzium. Darüber hinaus enthält die sie viele Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe. Genau diese in Kakao enthaltenden Polyphenole und Flavonoide sollen die Symptome vom chronischen Erschöpfungssyndrom bessern.

Eine 2010 durchgeführte Studie konnte die Effizienz der Kakaobohne beim chronischen Müdigkeitssyndrom nachweisen. [1] In einer kontrollierten Doppelblind Studie erhielt die eine Gruppe ein Placebo in Form von weißer Schokolade, die dunkel gefärbt war. Die zweite Gruppe erhielt die richtige Schokolade. Weiße Schokolade enthält im Gegensatz zu richtigen Schokolade keine Polyphenole und diente in der Studie daher als Placebo.

Das Ergebnis

Nach 8 Wochen konnte in der Gruppe, die regelmäßig die polyphenolreiche Schokolade bekam eine deutliche Verbesserung der Symptome gezeigt werden. In der Placebo Gruppe konnte hingegen keine signifikante Verbesserung beobachtet werden. D.h. die in der Schokolade enthaltenden Polyphenole sind für die Besserung der Symptome von CFS verantwortlich.

Selber testen ob Kakao bei CFS hilft

Falls sie am chronischen Erschöpfungssyndrom leiden, können sie testen ob Kakao hilft die Symptome zu bessern. Dieser Test kostet nicht viel, hat keine Nebenwirkungen, ist einfach durchzuführen und kann unter Umständen einen großen Unterschied im Leben von CFS Betroffenen machen.

Täglich ca. 2-3 Esslöffel ungesüßtes Kakaopulver einnehmen. Nach ein paar Wochen sollte sich eine Verbesserung der Symptome bemerkbar machen. Falls eine Verbesserung verspürt wird, kann der Kakao weiterhin regelmäßig eingenommen werden.

Das Kakaopulver kann in folgende Speisen in die Ernährung einbezogen werden:

Handelsübliche Schokolade sollte trotzdem gemieden werden

Handelsübliche Schokolade eignet sich allerdings nicht für die Behandlung der Symptome des chronischen Erschöpfungssyndrom. Schokolade aus dem Supermarkt verfügt in der Regel über einen niedrigen Kakaoanteil und enthält somit kaum wichtige Polyphenole, die sich beim chronischen Erschöpfungssyndrom positiv auswirken sollen. Zudem enthält handelsübliche Schokolade viel Fett und Zucker, die generell bei einer gesunden Ernährung zu meiden sind.

Weitere Tipps und Ratschläge:

Das chronische Erschöpfungssyndrom betrifft viele Menschen, die auf grund fehlender Schulmedizinischer Therapieansätze teilweise stark verzweifelt sind, besonders wenn Ärzte Antidepressiva verschreiben und die Krankheit als psychosomatisch abstempeln. Auch versprechen Alternative Therapien oftmals Heilung. Alternative Behandlungsmethoden sind zwar in der Regel unschädlich, allerdings helfen sie in den meisten Fällen nicht oder unzureichend und kosten viel Geld.

Auch werden von Heilpraktikern oft homöopathische Mittel empfohlen. Die Studienlage zu Homöopathie ist recht eindeutig. Homöopathie konnte in Studien keinen 

Homöopathie

Auch werden von Heilpraktikern oft homöopathische Mittel empfohlen. Die Studienlage zu Homöopathie ist recht eindeutig. Homöopathie konnte in vielen Studien keinen Effekt nachweisen, der über den des Placebos hinaus wirkt. D.h. Homöopathie kann zwar wirken, wenn es wirkt, ist es durch den Placeboeffekt und nicht durch den in homöopathischen Mitteln enthaltenen Wirkstoff. Hier gibt es einen ausführlichen Artikel über Homöpathie.

Ernährung

Eine gesunde Ernährung ist immer wichtig. Egal ob bei gesunden Menschen zur Vorbeugung oder bei kranken Menschen zur Unterstützung, Behandlung oder Heilung von Krankheiten. Bei chronic fatigue sieht es allerdings ziemlich dürftig aus, was Studien bezüglich CFS und Ernährung angeht. Das heißt nicht, dass bestimmte Ernährungsformen nicht helfen oder Ernährung keinen Einfluss hat. Es bedeutet nur, dass in Zukunft noch viel Forschungsarbeit betrieben werden muss, um einen Zusammenhang zwischen bestimmten Ernährungsgewohnheiten bzw. Lebensmitteln und CFS zu zeigen.

Es gibt zwar immer wieder Artikel im Web, die bestimmte Nahrungsergänzungsmittel oder eine bestimmte Art der Ernährung propagieren, allerdings sind diese Empfehlungen im besten Fall höchst spekulativ und können die Behauptungen nicht mit Studien oder anderweitigen Beweisen stützen.

Meine Ratschläge:

Zusammenfassung: Das chronische Erschöpfungssyndrom ist eine schwer diagnostizierbare Krankheit, die die Betroffenen teils stark im täglichen Alltag einschränken kann. Eine standardisierte Schulmedizinische Therapie gibt es nicht und die Ursachen sind bisher auch nicht bekannt. Kakao konnte auf grund des hohen Polyphenolgehalts, bei Betroffenen die an CFS leiden eine teilweise deutliche Verbesserung der Symptome erzielen. Kakao kann einfach und günstig zu Hause verwendet werden, hat keine Nebenwirkungen und kann unter Umständen die Symptome deutlich bessern.

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