Amla – 7 gesundheitliche Vorteile der indischen Stachelbeere

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Die Amla Beere ist eine der wichtigsten Heilpflanzen der Ayurvedischen Medizin. Sie wird seit tausenden von Jahren für die Haut & Haare und verschiedene Krankheiten verwendet. Die Wirkung soll sehr vielfältig sein und praktisch für jede Krankheit helfen. Hier gibt es alle wichtigen Fakten zur indischen Stachelbeere: Was macht Amla so besonders? Welche Inhaltsstoffe sind in der Beere enthalten? Welche Wirkung konnte in Studien an Menschen belegt werden? Bei welchen Krankheiten hilft Amla wirklich?

Was ist Amla?

Der Amlabaum wächst nur in tropischen Gebieten und kommt hauptsächlich in Indien, Süd Asien und einigen Teilen Ostafrikas vor. Amla ist auch bekannt unter den Namen Phyllanthus emblica, Emblica officinalis, Amalaki, Neli und indische Stachelbeere. Der Amlabaum erreicht eine Höhe von maximal 18m und produziert im Schnitt knapp 150kg an Amla Früchten. Die Früchte werden getrocknet und zu Amla Pulver verarbeitet. Die Amla Frucht ist auf Grund ihrer vielfältigen und weitreichenden gesundheitlichen Wirkung, eine der meist genutzten und wichtigsten Heilpflanzen der Ayurvedischen Medizin.

1. Amla – Das antioxidantienreichste Lebensmittel

Die indische Stachelbeere ist, von allen bekannten Frucht und Gemüsesorten das Lebensmittel, mit dem höchsten Antioxidantiengehalt. Die folgenden Lebensmittel gehören zu den top antioxidantienreichsten Lebensmitteln. Trotzdem toppt Amla den Antioxidantiengehalt einiger Lebensmittel um ein vielfaches. Zum Vergleich – Die indische Stachelbeere enthält:
  • 2 mal so viele Antioxidantien wie Kurkuma
  • 2 ½ mal so viele Antioxidantien wie Acai
  • 13 mal so viele Antioxidantien wie Brombeeren
  • 50 mal so viele Antioxidantien wie Blaubeeren
  • 75 mal so viele Antioxidantien wie Gojibeeren
Antioxidantien sind wichtig, um den Körper vor freien Radikalen zu schützen. Diese schädigen die Zellen und die DNA. Freie Radikale entstehen alleine dadurch, dass wir Leben und sind ein natürlicher Teil des Alterns. Bestimmte Faktoren begünstigen die Entstehung von freien Radikalen. Beispielsweise:
  • Sonnen
  • Rauchen
  • Alkohol
  • ungesundes Essen
  • Entzündungen
  • Stress
Werden zu viele freie Radikale im Körper gebildet, können dadurch alle möglichen Krankheiten, bis hin zu Krebs entstehen. Außerdem beschleunigen freie Radikale den Alterungsprozess. Durch die hohe antioxidative Kraft des Amla Pulvers* werden freie Radikale effektiv neutralisiert. Dadurch wird der Alterungsprozess verlangsamt und Krankheiten können gebessert oder vorgebeugt werden.

2. Amla bei Diabetes

Diabetes und deren Folgen, ist mittlerweile eine der häufigsten Todesursachen der westlichen Welt. Besonders Diabetes Typ II ist ausschließlich auf eine falsche Ernährung zurückzuführen. Eine pflanzenbasierte Ernährung kann Diabetes lindern und sogar heilen. Wer also an Typ II Diabetes leidet, sollte in erster Linie die Ernährung umstellen. Ich kann an dieser Stelle nur das Buch von Dr. Neal Barnard* empfehlen. Er behandelt erfolgreich Diabetes II ausschließlich mit einer pflanzenbasierten Ernährung.

Wem eine Ernährungsumstellung zu umständlich ist oder trotz einer pflanzenbasierten Ernährung Probleme mit einem hohen Blutzuckerspiegel hat, kann Amla Pulver einnehmen. Die Amla Beere wird in der Ayurvedischen Medizin seit je her als Mittel gegen Diabetes verwendet. Dies konnte auch in Studien belegt werden. [1]

rot: blutzuckersenkende Wirkung des Medikaments blau: blutzuckersenkende Wirkung von Amla

Quelle: nutritionfacts.org

Wie im Bild zu sehen ist, senkt Amla innerhalb 3 Wochen den Blutzuckerspiegel von über 130mg/dl auf 73mg/dl. Im Vergleich ein gängiges Medikament gegen Diabetes (Daonil). Nur 3g des Amla Frucht Pulvers senken den Blutzucker sogar besser als das Medikament. Zudem hat Amla im Gegensatz zu Diabetes Medikamenten keine Nebenwirkungen, ist günstiger und hat weitere Vorteile. Wer an Diabetes II leidet oder einem erhöhten Blutzuckerspiegel hat, kann mit Absprache seines Arztes einen Versuch wagen und schauen ob Amla den Blutzuckerspiegel wieder in den Normbereich bringt.

3. Amla bei hohen Cholesterinwerten

Hohe Cholesterinwerte führen auf Dauer zu Herzinfarkt, Schlaganfall und weiteren Krankheiten. Cholesterinsenkende Medikamente, die sogenannten Statine haben viele Nebenwirkungen. Die Amla Frucht kann auch hier, eindrucksvoll ihre Wirkung unter Beweis stellen. Amla kann im Vergleich zu Statinen den Cholesterinspiegel mindestens genauso gut senken wie die Medikamente. Die Amla Beere senkt Cholesterin allerdings nicht ganz so eindrucksvoll wie den Blutzuckerspiegel. Die indische Stachelbeere wirkt hier „nur“ fast so gut wie das cholesterinsenkende Medikament. [1]

weiß: wie Amla das Gesamtcholesterin, LDL, HDL und weitere Blutfettwerte beeinflußt schwarz: wie das Medikament Gesamtcholesterin, LDL, HDL und weitere Blutfettwerte beeinflußt

Da aber Statine viele Nebenwirkungen haben, wie z.B. unter anderem auch Diabetes oder Demenz, wäre Amla einem cholesterinsenkendem Medikament theoretisch vorzuziehen. Auch hier gilt genau wie bei Diabetes II als erstes die Ernährung umzustellen. Denn nur eine Ernährungsumstellung bekämpft die Ursache von zu hohen Cholesterinwerten im Blut.

Amla senkt LDL und erhöht HDL Cholesterin

Das LDL Cholesterin ist das „schlechte“ Cholesterin und HDL das „gute“ Cholesterin. Die Amla Beere hat nicht nur den Effekt, dass es den Gesamtcholesterinwert senkt. Es senkt das unvorteilhafte „schlechte“ LDL-Cholesterin und erhöht gleichzeitig das „gute“ HDL-Cholesterin auf natürliche Weise. Dies wirkt sich schützend auf das Herz-Kreislaufsystem aus und hilft beispielsweise Herzkrankheiten vorzubeugen. Wer also einen zu hohen LDL-Cholesterinwert hat und diesen auf natürliche Weise senken will, sollte Amla ausprobieren.

4. Amla ist gesund für das Herz

Atherosklerose ist eine „Verkalkung“ der Arterien, die mit der Zeit steif und brüchig werden. Dieser Vorgang verursacht in den Arterien kleine Wunden die verkrusten. Mit der Zeit bilden sich immer mehr atherosklerotische Plaques innerhalb der Arterien. Irgendwann reißt eine dieser Verkrustungen (Plaques) und gerät in der Blutkreislauf. Dort können sie Arterien entweder stark verengen oder ganz verstopfen. Wird ein Herzgefäß verstopft, entsteht ein Herzinfarkt, wird ein Gehirngefäß verstopft, entsteht ein Schlaganfall. Beides ist ein und derselbe Vorgang.

Amla verbessert die Gefäßfunktion und macht die Arterien gleichzeitig wieder elastischer, sodass der atherosklerotische Vorgänge verlangsamt oder aufgehalten werden und somit keine atherosklerotischen Plaques mehr entstehen. Außerdem verdünnt Amla das Blut. [1] Dadurch kann das Blut besser fließen und es besteht eine geringere Gefahr, dass eines der Plaques reißt. Es verdünnt das Blut allerdings nur innerhalb des natürlichen Rahmens. Im Gegensatz zu blutverdünnenden Medikamenten, muss man sich keine Sorgen machen, dass man nicht mehr aufhören kann zu bluten.

Zusätzlich entlastet die Beere die Gefäße und somit auch das Herz, indem es den Blutdruck senkt. Ein niedriger Blutdruck und eine gute Durchblutung sind wichtig, um die Zellen mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu mindern.

5. Amla wirkt Entzündungen entgegen

Entzündungen sind auf allen möglichen Ebenen schädlich für die Gesundheit. Beispielsweise altert man schneller, sie fördern die Entstehung von freien Radikalen und man ist anfälliger für (chronische) Krankheiten. Entzündungen spielen auch bei atherosklerotischen Vorgängen und somit auch bei Herzkrankheiten eine wichtige Rolle. Entzündungsvorgänge werden im Blut gemessen. Das C-reaktive Protein (CRP) sagt aus, ob Entzündungen im Körper vorhanden sind.

Die in Amla enthaltenen Wirkstoffe wirken entzündungshemmend und bessern CRP Werte im Blut. In der zitierten Studie an Diabetikern, konnte das Amla Pulver die CRP Werte um 50% senken. [2]

6. Antibakterielle & Antivirale Wirkung

Amla hilft nicht nur freie Radikale zu neutralisieren und das Immunsystem zu stärken, damit der Körper besser gegen schädliche Bakterien & Viren zurecht kommt. [3] Die indische Stachelbeere wirkt auch aktiv gegen Bakterien und Viren. Wie bei Knoblauch oder grünem Tee wirken die natürlichen Inhaltsstoffe antibakteriell und antiviral. Amla kann auch äußerlich verwendet werden, um bakteriell bedingte Hautprobleme zu bessern oder zu heilen. Allerdings sollte Amla nicht als Antibiotikaersatz dienen und bei akuten Infektionen ist immer noch ein Arzt die erste Anlaufstation.

7. Amla schützt gegen Krebs

Die oben genannten Vorteile sind allein für sich schon beachtlich, aber die Amla Beere kann noch mehr. Die Zahl der Krebserkrankungen steigt stetig und wird aller voraussicht nach in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Das Risiko an Krebs zu erkranken steigt mit dem Alter und weiteren Faktoren wie beispielsweise:

  • Rauchen (Lungenkrebs)
  • übermäßiger Milchkonsum (Prostata & Brustkrebs) [4], [5]
  • übermäßiger Fleischkonsum, besonders Wurst (Darmkrebs) [6]
  • Stress
  • Alkoholkonsum (Leberkrebs) [7]
  • übermäßiger Salzkonsum (Magenkrebs) [8]
  • Chemikalien/Umweltverschmutzung

Krebs vorzubeugen ist immer besser als ihn zu behandeln. Natürlich sollten die o.g. Risikofaktoren so gut es geht gemieden werden. Krebs entsteht, indem DNA oftmals über Jahre hinweg geschädigt wird. Dies geschieht durch freie Radikale oder Chemikalien/Schadstoffe oder auch durch UV-Strahlen.

Amla kann durch den hohen Antioxidantiengehalt freie Radikale neutralisieren und somit den Körper vor ihnen schützen. Zusätzlich kann Amla einerseits die DNA wieder reparieren und andererseits das Immunsystem stimulieren, sodass Krebszellen nicht anfangen zu wuchern.

Außerdem konnte in Studien beobachtet werden, wie Amla Krebszellen aktiv bekämpft und abtötet und gleichzeitig gesunde Zellen nicht schädigt. [9]

links: Amla Wirkung auf verschiedene Krebszellen. Amla tötet innerhalb kurzer Zeit fast alle Krebszellen

rechts: Amla Wirkung auf gesunde Zellen. Amla verlangsamt lediglich das Wachstum von gesunden Zellen

Amla Pulver in der Ayurvedischen Medizin

Das Amla Pulver wird in der Ayurvedischen Medizin als regelrechtes Allheilmittel gepriesen.

Weitere Anwendungsgebiete der indischen Stachelbeere:

und viele weitere mögliche Behandlungsmöglichkeiten, die aber noch nicht in Studien untersucht wurden. Ob sich die weiteren Vorteile des Amla Pulvers bewahrheiten, muss allerdings zuerst in Studien an Menschen erst noch geprüft werden.

Anwendung des Amla Pulvers

Die Anwendung ist in der Regel relativ einfach. Da wir in Deutschland oder Europa kaum eine Möglichkeit haben, die indische Stachelbeere frisch zu bekommen, müssen wir auf getrocknete oder gefrorene Produkte zurückgreifen. Am besten eignet sich daher die getrocknete Frucht in Form von Pulver. Je nach belieben kann 2x täglich je 1 TL bis 1 EL eingenommen werden. Dies sollte für die meisten Beschwerden oder zur Vorsorge reichen.

Einnahme von Amla Pulver

Das Amla Pulver hat einen sehr sauren und unangenehmen Geschmack. Man kann das Pulver in einem Glas lauwarmen Wasser auflösen und trinken. Wem der dennoch zu unangenehm ist, kann das Pulver in einem Smoothie oder beispielsweise in Saft verrühren, um den Geschmack abzuschwächen. Wer den Geschmack überhaupt nicht mag, kann alternativ auch Amla Kapseln verwendet werden.

Zusammenfassung:

Amla ist ein echtes Super Food. Im Gegensatz zu vielen anderen Super Foods, kann die indische Stachelbeere ihre Wirkung auch in Studien unter Beweis stellen. Denn viele vermeintliche Super Foods Leben mehr vom Marketing der Hersteller. Als antioxidantienreichstes Lebensmittel ist Amla so gesundheitsförderlich wie kaum ein anderes Lebensmittel und zurecht als eine der wichtigsten Heilpflanzen der Ayurvedischen Medizin. Amla wirkt besonders gut bei Diabetes II und hohen Cholesterinwerten und hat im Gegensatz zu den herkömmlichen Medikamenten, bis auf einen sauren Geschmack, keine wirklichen Nebenwirkungen.

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