Grüner Tee in der Schwangerschaft – 3 wichtige Tipps für Schwangere

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Grüner Tee in der Schwangerschaft – 3 wichtige Tipps für Schwangere

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Grüner Tee ist eine der meist untersuchten und studierten Heilpflanzen weltweit. Es ist eines der gesündesten, wenn nicht das gesündeste Getränk überhaupt. Doch trotz der weitreichender gesundheitsfördernder Wirkung, sollten schwangere Frauen einige Ratschläge beachten. Hier erfahren Sie, welche positiven Eigenschaften grüner Tee hat, worauf Schwangere achten sollten und wie viele Tassen schwangere Frauen pro Tag maximal trinken sollten.

Ist grüner Tee gesund?

Die klare Antwort lautet: Ja! Die gesundheitsfördernde Wirkung von grünem Tee ist unumstritten.

Einige positive Eigenschaften von grünem Tee sind:

  • blutdrucksenkend
  • krebshemmend
  • gesund fürs Herz
  • antientzündlich
  • antibakteriell & antiviral
  • hilfreich bei Uterusmyomen
  • hilfreich bei Feigwarzen

Ich habe einige ausführliche Artikel zum Thema Gesundheit & und Wirkung auf die Haut verfasst.

Ist grüner Tee auch in der Schwangerschaft gesund?

Die kurze Antwort lautet auch: Ja! Grüner Tee ist in jedem Lebensabschnitt gesund und sollte regelmäßig getrunken werden. Er fördert die Durchblutung, bekämpft Bakterien und Viren, wirkt antientzündlich, enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Bitterstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und weitere Antioxidantien. All das sind wichtige und förderliche Eigenschaften für Schwangere.

Kann grüner Tee in der Schwangerschaft schädlich sein?

Obwohl grüner Tee insgesamt sehr gesund ist, sollten Frauen in der Schwangerschaft einige Regeln beachten. Diese Vorsichtsmaßnahmen haben einerseits mit dem Koffeingehalt zu tun, andererseits mit Anbaumethoden und Umweltverschmutzung.

1. Grüner Tee häufig mit Pestiziden belastet

Viele konventionell angebaute Lebensmittel sind mit Pestiziden belastet. Einige mehr, andere weniger. Hier gibt es eine detaillierte Liste mit Lebensmitteln die besonders stark belastet sind und Lebensmittel die relativ gering belastet sind, die nicht unbedingt Bio sein müssen.

Obwohl Pestizide auf gesunde erwachsene Menschen einen relativ geringen Einfluss haben, sollten sie dennoch, wann immer es geht gemieden werden. Anders kann es bei Kindern und Schwangeren aussehen. Da sich Kinder im Wachstum befinden, können Pestizide die Entwicklung negativ beeinflussen. Ob und wie stark ein Kind von Pestiziden in der Entwicklung gestört wird, ist nicht ganz einfach zu beantworten. Allerdings gibt es Studien die darauf hinweisen, dass Kinder, die im Mutterleib erhöhten Pestizidwerten ausgesetzt worden sind, häufiger an Fehlbildungen des Gehirns litten. [1]

Dies kann verschiedene Folgen, wie beispielsweise einen niedrigeren Intelligenzquotient (IQ) oder Verhaltensstörungen. Auch konnten in Studien, Fälle von Leukämie im Kindesalter, [2] mit einer vermehrten Pestizidebelastung bei Kindern in Verbindung gebracht werden.

Bio-Produkte kaufen - Pestizide meiden

Egal ob Grüner Tee oder andere Lebensmittel. Pestizide können in der Schwangerschaft am einfachsten gemieden werden, indem Bio-Produkte gekauft werden. Eine 2006 an Kindern durchgeführte Studie, konnte verdeutlichen, wie sich die Ausscheidung von Pestiziden im Urin bei Kindern verändert. [3] Auf dem Bild kann man klar erkennen, ob diese konventionell oder biologisch angebaute Lebensmittel gegessen haben. Da Kinder im Mutterleib noch empfindlicher sind, sollte grüner Tee, aber auch andere Lebensmittel in Bio-Qualität gekauft werden.

links: Pestizidausscheidung nach konventionell angebauten Lebensmitteln mitte: Pestizidausscheidung nach Bio-Produkten rechts: wieder konventionelle Lebensmittel

2. Chinesischer Grüntee mit Blei belastet

Nun zum wichtigen Teil:

Blei ist ein äußerst schädliches und giftiges Schwermetall, für das es keine sichere Aufnahmemenge gibt. Blei unterscheidet sich von anderen Schwermetallen, indem es sich im Körper und vor allem in den Knochen einlagert, wo es über Jahrzehnte verbleibt. D.h. jeder von uns ist allein durch die Luft und Umweltverschmutzung mehr oder weniger mit Blei belastet. Blei- und Schwermetallbelastung sind beispielsweise auch der Grund, weshalb der Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten in der Schwangerschaft eingeschränkt oder am besten ganz wegfallen sollte. (Leinsamen eignen sich deutlich besser zur Omega 3 Versorgung)

Blei ist schädlich fürs Wachstum

Dies gilt nicht nur für Kinder und Kleinkinder, sondern auch für Kinder im Mutterleib. Blei kann jedes Organ schädigen und besonders in der Wachstumsphase bei Kindern viel Schaden anrichten.

Blei kann bei Kindern folgende Symptome verursachen:

  • Krebs
  • niedriger IQ
  • Lernschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Krampfanfälle
  • Nierenschäden

Wieso ist grüner Tee aus China so stark mit Blei belastet?

China ist weltweit der größte Verbrenner von Kohle und verbraucht ca. 50% der weltweiten Kohleressourcen. Kohle ist reich an natürlichen Mineralstoffen. Zu den natürlichen Mineralstoffen zählen auch Schwermetalle, die in der Natur in geringen Mengen vorkommen. Bei der Verbrennung werden diese dann in die Umwelt freigesetzt und setzen sich im Boden oder auf den Pflanzen ab. Bleihaltiges Benzin kann ein weiterer Faktor für die hohen Bleiwerte in grünem Tee und anderen Lebensmitteln sein. [4] Bleihaltiges Benzin wurde in China erst im Jahr 2000 abgeschafft. Da sich Blei lange in der Umwelt hält, kann dies ein weiterer Grund für die hohen Bleiwerte im grünen Tee sein.

Ist grüner Tee in Bio-Qualität weniger mit Blei belastet?

Leider hat die Anbauweise nur eine Auswirkung auf die Pestizidbelastung im Tee, jedoch nicht auf die Schwermetallbelastung, da diese durch die Umweltverschmutzung entsteht. Biologisch angebauter chinesischer grüner Tee ist deshalb genauso mit Blei belastet, wie konventionell in China angebauter grüner Tee.

Welchen grünen Tee kaufen, um schädliches Blei zu meiden?

Damit Schwangere nicht ganz auf grünen Tee verzichten müssen, kann einfach zu grünem Tee aus Japan gegriffen werden. Grüner Tee aus Japan ist seltener mit schädlichem Blei belastet. Um wirklich sicher zu gehen, sollten schwangere Frauen allerdings am besten beim Verkäufer vorher anfragen und nach einer Schwermetall-Analyse fragen.

Hier ist eine kleine Liste mit Teesorten, die geringe Pestizid und Schwermetallwerte aufweisen:

weitere Tees werden folgen, sobald mir die Analysen vorliegen.

Koffeingehalt und weitere Ratschläge die zu beachten sind:

Weißer, grüner, Oolong, Matcha und schwarzer Tee stammen von derselben Pflanze

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die oben genannten Teesorten von ein und derselben Pflanzen stammen, nämlich der Teepflanze. Die verschiedenen Teesorten kommen durch das Alter der Teeblätter (weißer Tee=junge Blätter, schwarzer Tee=alter Blätter) und die Länge der Fermentierung zustande. Je heller der Tee desto jünger die Blätter und desto kürzer die Fermentierung. Je älter die Teeblätter sind, desto höher ist die Bleibelastung im Tee.

Weißer Tee

Weißer Tee ist verhältnismäßig unbedenklich, dennoch sollte immer weißer Tee aus Japan bevorzugt werden.

Schwarzer Tee

Schwarzer Tee auf grund des verhältnismäßig hohen Pestizidgehalts der Blätter ganz gemieden werden, wenn er er aus China kommt.

Matcha Tee

Matcha Tee ist im Grunde grüner Tee, dessen Teeblätter zu Pulver verarbeitet werden. D.h. bei grünem Tee trinkt man einen Auszug der Teeblätter, beim Matcha Tee trinkt man die pulverisierten Teeblätter. Dies hat den Vorteil, dass Matcha Tee mehr Nährstoffe als grüner Tee enthält und somit noch gesünder ist.

Bei belastetem Matcha Tee hat es allerdings den Nachteil, dass man zusätzlich alle Schwermetalle und Pestizide aufnimmt, die sonst mit den blättern weggeschmissen worden wären. Dies ist vor allem für Schwangere wichtig zu wissen. Beim Matcha Tee also besonders in der Schwangerschaft auf die Herkunft und Belastung von Matcha Tee achten. Wenn die Herkunft oder Pestizid & Schwermetallbelastung nicht klar ist, sollte Matcha Tee in der Schwangerschaft vorsichtshalber ganz gemieden werden.

3. Wie viel Tee sollten Schwangere trinken?

Von grünem Tee aus China, sollte maximal 1 Tasse (~200ml) getrunken werden. Danach ist das tägliche Limit für Blei überschritten. Am besten sollte grüner Tee aus China in der Schwangerschaft ganz gemieden werden.

Von weißem und grünem Tee aus Japan, sollten täglich maximal 4 Tassen getrunken werden. Dies hat mit dem täglichen Koffein/Teein Limit für Schwangere zu tun. Eine Tasse enthält ~50mg Koffein. Das tägliche Koffeinlimit von 200mg/Tag (für Schwangere) sollte daher nicht Überschritten werden.

Matcha Tee sollte in der Schwangerschaft am besten ganz gemieden werden, wenn Herkunft, Pestizid- und Schwermetallwerte nicht bekannt sind. Wenn der Matcha Tee unbelastet ist, sollten Schwangere maximal 1 Tasse Matcha pro Tag trinken, da 1 Tasse Matcha Tee, das tägliche Koffeinlimit für Schwangere ausschöpft.

D.h. Schwangere sollten zwar generell auf Tee aus China verzichten, aber besonders auf schwarzen Tee und Matcha Tee meiden, da diese am stärksten belastet sind.

Ist grüner Tee wehenfördernd?

Leider ist nicht klar ob grüner Tee die Wehen fördert, da es keine Studien dazu gibt. Vermutlich ist grüner Tee aber nicht wehenfördernd. Ein zu viel an Koffein/Teein kann allerdings zu frühzeitigen Wehen oder einer Fehlgeburt führen. Deshalb sollte mit Kaffee oder Tee besonders am Anfang der Schwangerschaft nicht übermäßig konsumiert werden. Bei normalen Mengen ist aber nichts zu befürchten.

Grüner Tee in der Stillzeit

In der Stillzeit sollte weiterhin unbelasteter Tee getrunken werden, da die Pestizide & Schwermetalle auch in die Muttermilch übergehen. So lange sich das Baby von der Muttermilch ernährt, sollten die selben Regeln, wie in der Schwangerschaft befolgt werden.

Grüner Tee Checkliste für Schwangere

Bio-Qualität
Schwarzer Tee aus China
Grüner Tee aus Japan
Grüner Tee aus China
weißer Tee, vorzugsweise aus Japan
mehr als 200mg Koffein/tag
weniger als 200mg Koffein/Tag
mehr als 4 Tassen Tee
maximal 4 Tassen weißen oder grünen Tee
Vorsicht bei Matcha Tee
1 Tasse Matcha Tee, wenn unbelastet

Zusammenfassung: Grüner Tee ist in jeder Lebenssituation gesund und sollte von gesundheitsbewussten Menschen regelmäßig getrunken werden, um sich die positiven Eigenschaften von grünem Tee zu nutze zu machen. Damit der Konsum für Schwangere unbedenklich bleibt, sollte der Tee in Bio-Qualität sein und nicht aus China, sondern vorzugsweise aus Japan stammen. Außerdem sollte das Koffeinlimit von 200mg/Tag nicht überschritten werden. Dies entspricht in etwa 4 Tassen á 200ml. Schwangere sollten Matcha Tee nur dann trinken, wenn er nicht aus China stammt und niedrige Pestizid- und Schwermetallwerte aufweist. Aufgrund des höheren Koffeingehalts, sollten Schwangere nur 1 Tasse/Tag Matcha Tee trinken.

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Empfohlene Teesorten mit niedrigen Pestizid und Schwermetallwerten

Bio oder konventionell? Ist Bio wirklich gesünder?

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Bio oder konventionell? Ist Bio wirklich gesünder?

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Der Anteil an Bio-Produkten steigt von Jahr zu Jahr. Aber lohnt sich der Aufpreis überhaupt? Der folgende Artikel klärt ob Bio-Lebensmittel gesünder sind als konventionelle Lebensmittel, was der Unterschied zwischen Bio und konventionell angebauten Lebensmitteln ist, welche Vorteile Bio-Produkte haben und warum Bio-Produkte bevorzugt werden sollten. 

Weniger Pestizide = Gesünder?

Viele konventionelle Lebensmittel sind teilweise stark belastet, andere eher gering. Biologisch angebaute Lebensmittel weisen hingegen einen deutlich geringeren Pestizidgehalt auf [1]. Allerdings ist es schwer, die alleinigen Auswirkungen von Pestiziden auf die Gesundheit nachzuweisen. Studien konnten zwar bei Bauern ein erhöhtes Risiko an Krankheiten wie bestimmten Arten von Krebs zu erkranken [2] und anderen Krankheiten belegen, allerdings sind Menschen, die direkt mit Pestiziden in Berührung kommen, viel höheren Dosen ausgesetzt als der Endverbraucher. Auch wenn es logisch ist, so wenig Pestizide wie möglich mit der Nahrung aufzunehmen, kann nicht genau gesagt werden, welche gesundheitlichen Auswirkungen Pestizide in Lebensmitteln haben. 

Kein Unterschied beim Nährstoffgehalt zwischen Bio & konventionell

Auch bei der Frage ob Bio oder konventionelle Lebensmittel gesünder sind, kann man nicht genau am Nährstoffgehalt klären. Studien konnten keinen Unterschied im Vitamin- und Mineralstoffgehalt feststellen.

Gleicher Nährstoffgehalt, dafür mehr sekundäre Pflanzenstoffe in Bio

Obwohl kein Unterschied beim Nährstoffgehalt zwischen Bio und konventionellen Lebensmittel gefunden werden konnte, enthalten Bio Lebensmittel deutlich mehr sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole und Flavonoide. Sekundäre Pflanzenstoffe sind mindestens genau so wichtig wie Vitamine und Mineralien und in vielerlei Hinsicht sogar wichtiger. Sie besitzen eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Eigenschaften und wirken beispielsweise antioxidativ oder auch krebshemmend.

Bio-Lebensmittel enthalten weniger Schwermetalle

Schwermetalle sollten generell gemieden werden, da sie sich im Körper anreichern und auf Dauer negative gesundheitliche Folgen haben können. Eine 2015 veröffentlichte Studie konnte zeigen, dass biologisch angebaute Lebensmittel deutlich geringere Cadmiumwerte aufweisen, als konventionell angebaute Lebensmittel. [3]

Tierische Bio-Produkte

Es stimmt zwar, dass Bio-Fleisch und Bio-Milch im Schnitt weniger Pestizid- und Antibiotikarückstände enthält, dennoch sollten tierischen Produkte, wenn überhaupt, nur selten gegessen werden. Ein zu viel an tierischen Produkten hat, unabhängig davon ob Bio oder konventionell, viele gesundheitliche Nachteile. Zudem gibt es bei tierischen Bio-Produkten vom Discounter kaum noch einen Unterschied zu konventionellen tierischen Produkten und jeder Kauf von tierischen Bio-Produkten vom Discounter unterstützt genauso die Massentierhaltung wie konventionelle tierische Produkte.

Außerdem haben tierische Lebensmittel einen deutlich größeren Ökologischen Fußabdruck und Bio-Fleisch belastet die Umwelt im Schnitt sogar mehr als Tiere aus Massentierhaltung, da „Bio-Tiere“ länger leben. Wer dennoch nicht auf tierische Produkte nicht verzichten will, sollte den Verzehr einschränken und am besten im Bioladen oder noch besser beim Bauern aus der Umgebung kaufen.

Bio oder nicht Bio sollte nicht das einzige Kriterium sein

Bio ist zwar im Schnitt gesünder, aber es kommt auf die Produkte an die man kauft. Eine Bio-Pizza ist beispielsweise etwas gesünder als eine normale Pizza, da sie weniger Pestizide enthält, aber Pizza ist Fast-Food und sollte nur in seltenen Fällen gegessen werden. D.h. Bio Fast-Food ist im Vergleich zwar gesünder als konventionelles Fast-Food, aber verglichen mit frisch gekochten Mahlzeiten aus konventionell angebauten Lebensmitteln, schneidet Bio Fast-Food fast immer schlechter ab. Das selbe gilt für Bio-Süßigkeiten. Zu viel Zucker ist ungesund, egal ob Bio oder nicht.

Bio oder gar nicht? Was tun wenn keine Bio Alternativen zu kaufen sind?

Biologisch angebaute Lebensmittel haben zwar viele Vorteile, aber manchmal gibt es gerade eine bestimmte Frucht- oder Gemüsesorte nur aus konventionellem Anbau stammt. Sollte man da lieber aufs konventionelle Produkt verzichten?

Nein! Auch wenn es insgesamt besser ist, mit der Nahrung so wenig Pestizide wie möglich aufzunehmen, ist es dennoch wichtiger, täglich Gemüse und Früchte zu essen. Deshalb sollte der Verzehr von Gemüse und Früchten an erster Stelle stehen und die Frage ob Bio oder nicht, zweitrangig sein.

Zusammenfassung:  Ob Bio wirklich gesünder ist, kann nicht eindeutig geklärt werden. Studien deuten zwar darauf hin, dass Bio Lebensmittel vermutlich deshalb gesünder sind, da sie weniger Pestizid- und Schwermetallrückstände enthalten, allerdings variiert der Unterschied bei vielen Lebensmitteln teilweise recht deutlich. Einige konventionelle Lebensmittel sind gering belastet, andere wiederum recht stark. Allerdings konnten die Studien zeigen, dass biologisch angebaute Lebensmittel fast immer geringer belastet sind als die konventionellen Sorten. Auch wurden in Bio-Lebensmitteln mehr Phenole und Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) nachgewiesen, als in konventionell angebauten Lebensmitteln. Bio sollte aber nicht das einzige Kriterium sein, da Fertigprodukte auch trotz Bio-Siegel nicht automatisch gesund sind. Auch ist der regelmäßige Verzehr von frischen Früchten und Gemüse wichtiger, als die Frage ob man Bio oder konventionelle Lebensmittel kaufen sollte.

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Welche Lebensmittel müssen nicht Bio sein?

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Der Begriff Bio steht für biologisch angebaute Lebensmittel und wird in Deutschland von Jahr zu Jahr immer beliebter. Doch Bio Lebensmittel sind häufig teurer als konventionell angebaute Lebensmittel. Im folgenden Text erfahren Sie, welche Lebensmittel nicht unbedingt Bio sein müssen, da die Pestizid Belastung häufig in diesen konventionellen Frucht- & Gemüsesorten gering ist. In meinem zweiten Artikel liste ich die Lebensmittel auf, die auf jeden Fall Bio sein sollten, da sie häufig mittelmäßig bis stark belastet sind.

Clean Fifteen Liste nicht zwangsläufig für Deutschland anwendbar

Auf der Website ewg.org gibt es eine Liste die die Lebensmittel aufzählt, die eine besonders niedrige Pestizidbelastung aufweisen. Die Liste nennt sich Clean Fifteen. Allerdings wurden dort Lebensmittel getestet die für den Amerikanischen Markt bestimmt sind. Für den Deutschen Markt gibt es Unterschiede die beachtet werden sollten. Greenpeace hat einen Ratgeber herausgebracht, der belastete und unbelastete Lebensmitteln untersucht, die für den deutschen Markt bestimmt sind. Sozusagen eine Clean Fifteen & Dirty Dozen Liste für Deutschland. Der volle Ratgeber „Essen ohne Pestizide“ kann kostenlos hier angeschaut werden.

  • (D) = diese konventionell angebauten Lebensmittel mit deutscher Herkunft sollten bevorzugt werden, da Importware in einigen Fällen mittelmäßig starke Pestizidwerte aufweisen kann.

  • (D)* = diese konventionell angebauten Lebensmittel sollten ausschließlich deutscher Herkunft sein, da Importware häufig hohe Pestizidwerte aufweist.

Früchte die nicht unbedingt Bio sein müssen, da sie größtenteils gering belastet sind:

Avocados
avocados
Ananas
ananas
Bananen
bananen
Granatapfel
granatapfel
Kiwis
kiwis
Papayas
papaya
Wassermelonen
wassermelone

Diese Lebensmittel sind nur dann gering belastet, wenn sie in Deutschland angebaut wurden:

Blaubeeren (D)*
blaubeeren
Pflaumen (D)*
pflaumen

Gemüsesorten die nicht unbedingt Bio sein müssen, da sie größtenteils gering belastet sind:

Brokkoli (D)
brokkoli
Blumenkohl (D)
blumenkohl
Champignons (D)
champignons
Knoblauch (D)
knoblauch
Mais (D)
mais
Petersilie (D)
petersilie
Radieschen (D)
radieschen
Rhabarber (D)
rhabarber
Spargel (D)
spargel
Spinat (D)
spinat
Süßkartoffeln (D)
süsskartoffeln
Weißkohl (D)
weißkohl
Zwiebeln (D)
zwiebeln
Diese Lebensmittel sind nur dann gering belastet, wenn sie in Deutschland angebaut wurden:
Auberginen (D)*
auberginen
Grüne Bohnen (D)*
grüne bohnen
Gurken (D)*
gurken
Kartoffeln (D)*
kartoffeln
Kohlrabi (D)*
kohlrabi
Paprika (D)*
paprika
Rote Bete (D)*
rote bete
Zucchini (D)*
zucchini

5 Regeln um Pestizide zu meiden

Je nach Region und Jahreszeit gibt es nicht immer biologisch angebautes Obst oder Gemüse. Dann bleibt nur der Griff zu konventionell angebauten Lebensmitteln. Trotzdem können gewisse Regeln befolgt werden, um die Einnahme von Pestiziden in Lebensmitteln zu minimieren. 

1. Bio ist geringer belastet

Wann immer es geht, sollte Bio Obst & Gemüse gekauft werden. Obwohl einige Obst- & Gemüsesorten gering belastet sind, sollten Bio Lebensmittel bevorzugt werden. Dies ist auch besser für die Umwelt.

2. Auf Herkunftsland achten

Besonders in Deutschland angebautes Gemüse ist weniger mit Pestiziden belastet. Zudem wird es lokal oder regional angebaut, was sich positiv auf die Umwelt auswirkt.

3. Eine dicke Schale schützt

Frucht- & Gemüsesorten mit einer dicken Schale enthalten weniger Pestizide im inneren. Im Schnitt sind also konventionelle Lebensmittel mit dicker Schale geringer belastet.

4. Seife verwenden

Früchte und Gemüse mit warmen Wasser und einer neutralen Seife ohne Geruchs oder Farbstoffe waschen. Der Großteil der Pestizide befindet sich außen und ist fettlöslich.

5. Obst ist stärker belastet

Die meisten Obstsorten sind stärker mit Pestiziden belastet als Gemüse. Das liegt einerseits am höheren Zuckergehalt und andererseits an einer dünnen Schale. Vermutlich spielen die Anbauländer auch eine Rolle. Deshalb vor allem bei Obst eher zu Bio Produkten greifen.

Zusammenfassung: Die oben genannten konventionellen Lebensmittel sind im Schnitt deutlich geringer mit Pestiziden belastet und müssen daher nicht Bio sein. Allerdings sollte aufs Herkunftsland geachtet werden und besonders in Deutschland angebaute Lebensmittel bevorzugt werden, da sie häufig deutlich geringer belastet sind als aus dem Ausland importierte Lebensmittel. In einigen Fällen sind ausschließlich Produkte die in Deutschland angebaut wurden zu empfehlen. Falls trotzdem keine Möglichkeit besteht auf Bioprodukte zurückzugreifen, sollten die oben beschriebenen 5 Regeln beachtet werden.

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