Welche Lebensmittel sollten Bio sein?

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Welche Lebensmittel sollten Bio sein?

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Biologisch angebaute Lebensmittel sind häufig etwas teurer als konventionelle Nahrungsmittel. Doch bei einigen Frucht- und Gemüsesorten lohnt es sich die teureren Bio-Produkte zu kaufen, da einige Lebensmittel besonders stark mit Pestiziden belastet sind. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Lebensmittel Bio sein sollten. In meinem zweiten Artikel liste ich die Lebensmittel auf, die nicht Bio sein müssen.

Dirty "Dozen" Liste für Deutschland: Diese Lebensmittel sollten Bio sein

Auf der englischsprachigen Website ewg.org gibt es eine, Liste die die Lebensmittel aufzählt, die eine besonders hohe Pestizidbelastung aufweisen. Die Liste nennt sich Dirty Dozen. Dort wurden Lebensmittel getestet die für den amerikanischen Markt bestimmt sind und größtenteils auch für Deutsche Lebensmittel gelten. Kleine geringfügige Unterschiede für den Deutschen Markt gibt es dennoch. Greenpeace hat einen Ratgeber herausgebracht, der belastete und unbelastete Lebensmitteln untersucht, die für den deutschen Markt bestimmt sind. Sozusagen eine Clean Fifteen & Dirty Dozen Liste für Deutschland. Der volle Ratgeber „Essen ohne Pestizide“ kann kostenlos hier angeschaut werden.

Liste der Früchte, die auf grund hoher Pestizidbelastung in Bio-Qualität gekauft werden sollten:

Äpfel
äpfel
Aprikosen
aprikosen
Birnen
birnen
Cranberries
cranberries
Erdbeeren
erdbeeren
Feigen
feigen
Grapefruit
grapefruit
Heidelbeeren
blaubeeren
Himbeeren
himbeeren
Johannisbeeren
johannisbeeren
Kirschen
kirschen
Limonen
limonen
Nektarinen
nektarinen
Orangen
orangen
Pfirsiche
pfirsiche
Stachelbeeren
stachelbeeren
Sternfrucht
sternfrucht
Trauben
trauben

Liste der Gemüsesorten, die auf Grund hoher Pestizidbelastung in Bio-Qualität gekauft werden sollten:

Grünkohl
grünkohl
Gurken
gurken
Karotten
karotten
Knollensellerie
knollensellerie
Kopfsalat
kopfsalat
Okra
okra
Paprika
paprika
Rosenkohl
rosenkohl
Sellerie
sellerie
Tomaten
tomaten
Zucchini
zucchini

5 Regeln um Pestizide zu meiden

Je nach Region und Jahreszeit gibt es nicht immer biologisch angebautes Obst oder Gemüse. Dann bleibt nur der Griff zu konventionell angebauten Lebensmitteln. Trotzdem können gewisse Regeln befolgt werden, um die Einnahme von Pestiziden in Lebensmitteln zu minimieren. 

1. Bio ist geringer belastet

Wann immer es geht, sollte Bio Obst & Gemüse gekauft werden. Besonders bei stark belastetem Obst & Gemüse sollten Bio-Produkte bevorzugt werden.

 

2. Auf Herkunftsland achten

In Deutschland angebautes Gemüse ist häufig weniger mit Pestiziden belastet. Allerdings gilt dies nicht für alle Lebensmittel. Auch bei belasteten Lebensmitteln sollten deutsche Produkte bevorzugt werden, da in Deutschland teilweise strengere Gesetze gelten, als in anderen Ländern.

3. Eine dicke Schale schützt

Frucht- & Gemüsesorten mit einer dicken Schale enthalten weniger Pestizide im inneren. Im Schnitt sind also konventionelle Lebensmittel mit dicker Schale geringer belastet.

4. Seife verwenden

Früchte und Gemüse mit warmen Wasser und einer neutralen Seife ohne Geruchs oder Farbstoffe waschen. Der Großteil der Pestizide befindet sich außen und ist fettlöslich. Dadurch kann ein großer Teil der Pestizide einfach abgewaschen werden.

5. Obst ist stärker belastet

Die meisten Obstsorten sind stärker mit Pestiziden belastet als Gemüse. Das liegt einerseits am höheren Zuckergehalt (dadurch vermehrte Anwendung von Pestiziden) und andererseits an einer dünnen Schale. Vermutlich spielen die Anbauländer auch eine Rolle. Deshalb vor allem bei Obst lieber zu Bio-Produkten greifen.

Zusammenfassung: Die oben aufgeführten Lebensmittel sind teilweise stark mit Pestiziden belasten und sollten wann immer möglich als Bio-Produkte gekauft werden. Dabei sind häufig Beeren, Zitrusfrüchte mit Pestiziden belastet. Besonders stark sind Äpfel, Erdbeeren, Trauben, Pfirsiche, Sellerie und Kopfsalat belastet. Diese Produkte sollte man, wann immer es geht, in Bio-Qualität kaufen. Zudem können die oben abgebildeten Regeln eingehalten werden um zusätzlich die Einnahme von Pestiziden zu vermeiden. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Lebensmittel eher gering belastet sind und daher auch auf konventionell angebaute Produkte zurückgegriffen werden kann.

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Welche Lebensmittel müssen nicht Bio sein?

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Welche Lebensmittel müssen nicht Bio sein?

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Der Begriff Bio steht für biologisch angebaute Lebensmittel und wird in Deutschland von Jahr zu Jahr immer beliebter. Doch Bio Lebensmittel sind häufig teurer als konventionell angebaute Lebensmittel. Im folgenden Text erfahren Sie, welche Lebensmittel nicht unbedingt Bio sein müssen, da die Pestizid Belastung häufig in diesen konventionellen Frucht- & Gemüsesorten gering ist. In meinem zweiten Artikel liste ich die Lebensmittel auf, die auf jeden Fall Bio sein sollten, da sie häufig mittelmäßig bis stark belastet sind.

Clean Fifteen Liste nicht zwangsläufig für Deutschland anwendbar

Auf der Website ewg.org gibt es eine Liste die die Lebensmittel aufzählt, die eine besonders niedrige Pestizidbelastung aufweisen. Die Liste nennt sich Clean Fifteen. Allerdings wurden dort Lebensmittel getestet die für den Amerikanischen Markt bestimmt sind. Für den Deutschen Markt gibt es Unterschiede die beachtet werden sollten. Greenpeace hat einen Ratgeber herausgebracht, der belastete und unbelastete Lebensmitteln untersucht, die für den deutschen Markt bestimmt sind. Sozusagen eine Clean Fifteen & Dirty Dozen Liste für Deutschland. Der volle Ratgeber „Essen ohne Pestizide“ kann kostenlos hier angeschaut werden.

  • (D) = diese konventionell angebauten Lebensmittel mit deutscher Herkunft sollten bevorzugt werden, da Importware in einigen Fällen mittelmäßig starke Pestizidwerte aufweisen kann.

  • (D)* = diese konventionell angebauten Lebensmittel sollten ausschließlich deutscher Herkunft sein, da Importware häufig hohe Pestizidwerte aufweist.

Früchte die nicht unbedingt Bio sein müssen, da sie größtenteils gering belastet sind:

Avocados
avocados
Ananas
ananas
Bananen
bananen
Granatapfel
granatapfel
Kiwis
kiwis
Papayas
papaya
Wassermelonen
wassermelone

Diese Lebensmittel sind nur dann gering belastet, wenn sie in Deutschland angebaut wurden:

Blaubeeren (D)*
blaubeeren
Pflaumen (D)*
pflaumen

Gemüsesorten die nicht unbedingt Bio sein müssen, da sie größtenteils gering belastet sind:

Brokkoli (D)
brokkoli
Blumenkohl (D)
blumenkohl
Champignons (D)
champignons
Knoblauch (D)
knoblauch
Mais (D)
mais
Petersilie (D)
petersilie
Radieschen (D)
radieschen
Rhabarber (D)
rhabarber
Spargel (D)
spargel
Spinat (D)
spinat
Süßkartoffeln (D)
süsskartoffeln
Weißkohl (D)
weißkohl
Zwiebeln (D)
zwiebeln
Diese Lebensmittel sind nur dann gering belastet, wenn sie in Deutschland angebaut wurden:
Auberginen (D)*
auberginen
Grüne Bohnen (D)*
grüne bohnen
Gurken (D)*
gurken
Kartoffeln (D)*
kartoffeln
Kohlrabi (D)*
kohlrabi
Paprika (D)*
paprika
Rote Bete (D)*
rote bete
Zucchini (D)*
zucchini

5 Regeln um Pestizide zu meiden

Je nach Region und Jahreszeit gibt es nicht immer biologisch angebautes Obst oder Gemüse. Dann bleibt nur der Griff zu konventionell angebauten Lebensmitteln. Trotzdem können gewisse Regeln befolgt werden, um die Einnahme von Pestiziden in Lebensmitteln zu minimieren. 

1. Bio ist geringer belastet

Wann immer es geht, sollte Bio Obst & Gemüse gekauft werden. Obwohl einige Obst- & Gemüsesorten gering belastet sind, sollten Bio Lebensmittel bevorzugt werden. Dies ist auch besser für die Umwelt.

2. Auf Herkunftsland achten

Besonders in Deutschland angebautes Gemüse ist weniger mit Pestiziden belastet. Zudem wird es lokal oder regional angebaut, was sich positiv auf die Umwelt auswirkt.

3. Eine dicke Schale schützt

Frucht- & Gemüsesorten mit einer dicken Schale enthalten weniger Pestizide im inneren. Im Schnitt sind also konventionelle Lebensmittel mit dicker Schale geringer belastet.

4. Seife verwenden

Früchte und Gemüse mit warmen Wasser und einer neutralen Seife ohne Geruchs oder Farbstoffe waschen. Der Großteil der Pestizide befindet sich außen und ist fettlöslich.

5. Obst ist stärker belastet

Die meisten Obstsorten sind stärker mit Pestiziden belastet als Gemüse. Das liegt einerseits am höheren Zuckergehalt und andererseits an einer dünnen Schale. Vermutlich spielen die Anbauländer auch eine Rolle. Deshalb vor allem bei Obst eher zu Bio Produkten greifen.

Zusammenfassung: Die oben genannten konventionellen Lebensmittel sind im Schnitt deutlich geringer mit Pestiziden belastet und müssen daher nicht Bio sein. Allerdings sollte aufs Herkunftsland geachtet werden und besonders in Deutschland angebaute Lebensmittel bevorzugt werden, da sie häufig deutlich geringer belastet sind als aus dem Ausland importierte Lebensmittel. In einigen Fällen sind ausschließlich Produkte die in Deutschland angebaut wurden zu empfehlen. Falls trotzdem keine Möglichkeit besteht auf Bioprodukte zurückzugreifen, sollten die oben beschriebenen 5 Regeln beachtet werden.

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Knoblauch: Mit dem natürlichen Chelatbildner Blei ausleiten

knoblauch natuerlicher chelatbilnder zum ausleiten von blei
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Knoblauch: Mit dem natürlichen Chelatbildner Blei ausleiten

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Knoblauch ist eine seit Jahrtausenden genutzte Heilpflanze mit vielen gesundheitlichen Vorteilen für den Menschen. Doch Knoblauch hat eine Eigenschaft die besonders wichtig für Menschen mit akuter oder chronischer Bleivergiftung ist. Knoblauch ist ein natürlicher Chelatbildner und hilft bei der Schwermetallausleitung von Blei.

Was ist Blei?

Blei (lat. Plumbum) ist ein für den Menschen äußerst giftiges Schwermetall. Es kommt in der Natur nur in geringen Mengen vor und ist das schwerste stabile Element. Trotz der schwere ist es leicht verformbar und hat einen niedrigen Schmelzpunkt von 327°C.

Was passiert wenn Blei in den Körper gelangt?

Gelangt Blei in den Körper, zirkuliert es für ca. 4 Wochen im Blut. Danach wird das Blei nicht etwa im Urin ausgeschieden, sondern in den Knochen eingelagert. Ist das Blei erst einmal in den Knochen eingelagert, verbleibt es dort Jahrzehnte bis es abgebaut wird. Aus den Knochen heraus vergiftet das Blei den Körper und kann Symptome einer chronischen Bleivergiftung verursachen.

Keine sichere Aufnahmemenge von Blei

Blei ist ein für den Menschen äußerst giftiges Schwermetall, welches schon in geringsten Mengen toxisch für den Menschen ist. Es ist giftig für alle Organe und es gibt keine für den Menschen sichere Aufnahmemenge, da Blei den Körper wie oben beschrieben nicht wieder verlässt, sondern in die Knochen eingelagert wird. Das heißt Blei sollte immer gemieden werden. Da dies in der heutigen Zeit nicht möglich ist, sollte die Aufnahme so gut es geht minimiert werden.

Akute und chronische Symptome einer Bleivergiftung

Die Symptome einer Bleivergiftung sind zahlreich und sehr unterschiedlich, was es besonders schwer macht eine Bleivergiftung zu diagnostizieren. Einige Symptome/Folgen einer Bleivergiftung sind:

  • Schädigung des Nervensystems

  • erhöhter Blutdruck

  • Krebs

  • Gicht

  • Schädigung der Nierenfunktion

  • verminderte Intelligenz

  • Gedächtnisverlust

  • Verstopfung

  • epilepsieartige Krämpfe in Folge von Gehirnschädigung

  • Koliken

  • Bleilähmung der Gliedmaßen

Mögliche Ursachen von Blei im Körper:

  • Wasserleitungen in Altbauten in denen Wasserrohre aus Blei verwendet wurden
  • Wandfarbe in Altbauten
  • Luftverschmutzung (Kohleverbrennung, Industrien in denen Blei verwendet wird)
  • Zigarettenrauch (auch über Passivrauchen)
  • Schießmunition & Schrotkugeln
  • Modeschmuck
  • Kerzendocht zur Verlängerung der Brenndauer
  • bleihaltige Lebensmittel

Bleihaltige Lebensmittel

Ein großer Teil des aufgenommenen Bleis gelangt durch die Luft und durch bleihaltige Nahrungsmittel in den Körper. Blei gelangt durch die Umweltverschmutzung in die Böden und wird dort von Pflanzen aufgenommen, die wiederum als Tierfutter oder als Nahrung für den Menschen verwendet werden. Fische und Meeresfrüchte sind von allen Lebensmitteln am stärksten mit Blei bzw. Schwermetallen belastet.

Folgende Lebensmittel besonders stark mit Blei belastet:

  • Meeresfrüchte (Muscheln, Garnelen, Krabben)
  • Fisch (besonders Thunfisch, Seezunge und Sardinen, aber auch Seehecht)
  • Tierknochen
  • Lebensmittel aus China, darunter auch Tee aus China (China verbrennt die Hälfte des weltweiten Kohlebedarfs. Die Verbrennung von Kohle ist verantwortlich für einen großen Teil der Bleiverschmutzung in der Luft)
  • Nahrungsergänzungsmittel wie Dolomit oder einige Kalziumpräparate

Studie belegt: Knoblauch eignet sich zur Schwermetallausleitung von Blei

Chlorella, Koriander und Tomaten gelten als natürliche Chelatbildner. Allerdings wurden zu diesen Lebensmitteln bisher keine Studien an Menschen durchgeführt. Somit ist unklar, ob diese Lebensmittel Blei aus dem menschlichen Körper ausleiten können.

Knoblauch konnte in Studien als einziges Lebensmittel beweisen, dass es Blei effektiv aus dem menschlichen Körper ausleiten kann. [1]

Knoblauch im Vergleich zu Chelattherapie

Um die ausleitenden Fähigkeiten von Knoblauch zu testen, wurden in einer Studie 117 Arbeiter aus einer Batteriefabrik untersucht. Die eine Gruppe bekam das Medikament d-Penicillamin. Ein Medikament, welches in der Chelattherpie bei Schwermetallvergiftungen von Blei, Cadmium und Quecksilber eingesetzt wird. Die andere Gruppe bekam einen Monat lang 1200µg/Tag Allicin in Form von Knoblauchpulver. Das entspricht in etwa 2 Knoblauchzehen.

Das Ergebnis nach 4 Wochen:

In beiden Gruppen wurde das Blei effektiv ausgeleitet. Sowohl in der d-Penicillamin Gruppe, als auch in der Knoblauch Gruppe wurde der Bleigehalt im Blut um ~20% gesenkt. Allerdings waren die Nebenwirkungen deutlich höher in der Gruppe, die das d-Penicillamin eingenommen hat.

Knoblauch wirkt sogar besser als das Chelat Medikament

Beide Gruppen wurden auf Symptome der Bleivergiftung untersucht. Die Arbeiter hatten Symptome wie Kopfschmerzen, erhöhten Blutdruck, verminderte Sehnenreflexe und erhöhte Reizbarkeit. Nach 4 Wochen besserten sich alle Symptome in der Gruppe die das Knoblauch eingenommen hat, aber nicht in der Gruppe die das d-Penicillamin nahm.

Somit eignet sich Knoblauch nicht nur genauso gut wie Chelat Medikamente wie d-Penicillamin, sondern ist effektiver in der Schwermetallausleitung, hat keine nennenswerten Nebenwirkungen und bessert im Gegensatz zu d-Penicillamin, die Symptome einer Bleivergiftung. Knoblauch oder Knoblauchpulver kann somit ohne Bedenken bei leichten und mittlerer Bleivergiftung eingesetzt werden.

Zusammenfassung: Blei ist ein für den Menschen toxisches Schwermetall für das es keine sichere Aufnahmemenge gibt. Die Aufnahme von Blei sollte so gut es geht gemieden werden, weil sich Blei in den Knochen ablagert und von dort den Körper über Jahrzehnte schädigen kann. Die Auswirkungen einer Bleivergiftung sind weitreichend und können jedes Organ im Körper betreffen.

 Die Lebensmittel mit dem höchsten Bleigehalt sind in der Regel Fische wie Thunfisch, Seezunge oder Sardinen. Einige Altbauten die Wasserrohre aus Blei besitzen können den Körper zusätzlich mit Blei vergiften. Knoblauch ist bisher das einzige Lebensmittel was in einer Studie an Menschen die Effizienz belegen konnte um Blei auszuleiten. Als natürlicher Chelatbildner eignet sich Knoblauch nicht nur zur Schwermetallausleitung von Blei, sondern wirkt auch besser als gängige Medikamente aus der Chelattherapie. Knoblauch hat im Gegensatz zu Medikamente aus der Chelattherapie keine nennenswerten Nebenwirkungen und verbessert im Gegensatz zu d-Penicillamin sogar die Symptome einer Bleivergiftung. Knoblauch oder Knoblauchpulver kann somit zur Schwermetallausleitung, bei leichter oder mittlerer Bleivergiftung eingesetzt werden.

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Warum Vegan? Fakten zur veganen Ernährung

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Warum Vegan? Fakten zur veganen Ernährung

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Viele Menschen sehen Veganer als dogmatische Hippies, die Tiere lieben und Weltfrieden wollen. Doch hinter dem Thema vegane Ernährung verbirgt sich mehr als nur der Verzicht auf tierische Lebensmittel. In diesem Artikel Erfahren Sie die wichtigsten Beweggründe, Fakten, warum vegane Ernährung zu befürworten ist und welche Auswirkungen sie auf verschiedene Bereiche hat.

Grund 1: Ethische und moralische Gründe für eine vegane & pflanzenbasierte Ernährung.

Ethik:

alle sittlichen Normen, auf denen verantwortungsbewusstes Handeln fußt.

Der Begriff Ethik bedeutet vereinfacht gesagt, verantwortungsvolles und bewusstes Handeln, basierend auf sittlichen Normen. Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen auf der Erde, die bewusst ethisch Handeln können. Dies stellt uns einerseits höher als andere Lebewesen, bringt allerdings auch viel Verantwortung mit sich.

Ethik & Moral veranschaulicht

Ethik und Moral sind subjektive Begriffe, die je nach Situation, ethisch richtig oder falsch sein können. Einen Menschen zu töten, kann beispielsweise in der einen Situation ethisch vertretbar sein und in der anderen nicht.

Wer in Notwehr einen Menschen tötet, der einen selbst oder eine andere Person töten will, für den ist es moralisch vertretbar, dieser Person zu Schaden oder sie zu töten.

Wer allerdings einen Menschen tötet ohne in akuter Notwehr zu handeln, handelt ethisch & moralisch falsch.

Wann Fleischkonsum Ethisch & Moralisch vertretbar ist

Dasselbe Prinzip gilt für Fleisch: In einer Überlebenssituation, wo es um das eigene Überleben geht, ist es ethisch nicht falsch, ein Tier zu töten und zu essen. Die eigene Existenz ist höher zu bewerten, als die eines anderen Lebewesens. Diese Moralischen Grundsätze gelten unter anderem auch für eingeborene Völker und Fleischfressende Tiere wie Raubkatzen die sich von Fleisch ernähren. Sie essen zwar Fleisch und töten dafür Tiere, dennoch ist es moralisch nicht falsch, da sie so handeln um zu überleben.

Fleischkonsum in den Industrieländern ethisch nicht vertretbar

Ein Großteil der Menschheit lebt mittlerweile zivilisiert, mit der Möglichkeit nahezu jedes Lebensmittel im Geschäft kaufen zu können. Es werden Nahrungsmittel aus der ganzen Welt importiert und können dank globalem Welthandel zu jeder Saison gekauft werden. Wir müssen nicht ums Überleben kämpfen und Kaloriendichte Nahrungsmittel essen wie unsere Vorfahren. Wir können ohne Probleme alle wichtigen Nährstoffe durch pflanzenbasierte Lebensmittel decken. Somit wird Fleischkonsum für Menschen in industriell Zivilisierten Ländern überflüssig und ist deshalb nicht mehr moralisch vertretbar.

In einem Video erklärt der YouTuber „Der Artgenosse„, weshalb es in der heutigen Zeit moralisch und ethisch nicht vertretbar ist, Fleisch oder tierische Produkte zu konsumieren. Weitere gute Videos zum Thema Veganismus gibt es auf seinem YouTube Kanal zu finden.

Grund 2: Gesundheitliche Gründe für eine vegane und pflanzenbasierte Ernährung

Vegane Ernährung wird in den Medien häufig als ungesund oder als Mangelernährung dargestellt. Doch das ist so nicht richtig. Der Mensch kann alle in tierischen Produkten vorkommenden Nährstoffe entweder über pflanzliche Produkte decken oder werden vom Körper selbst gebildet. Doch um sich richtig und gesund vegan zu ernähren, sollten einige Grundregeln befolgt werden.

Vegan ist nicht automatisch gesund

Wie bei jeder Ernährungsform sollte eine vegane Ernährung gut geplant sein um langfristig die besten Ergebnisse zu erzielen. Beispielsweise kann eine Ernährung die Fleisch beinhaltet gesund oder ungesund gestaltet werden. Das selbe gilt für vegane Ernährung. Man kann sich beispielsweise von Pommes-Frites, Cola und Oreos ernähren. Diese Lebensmittel sind zwar vegan, aber nicht sonderlich gesund. Fleischersatzprodukte eigenen sich in der Übergangsphase zur veganen Ernährung zwar gut, sollten langfristig in einer gesunden veganen Ernährung nur eine geringe Rolle spielen.

Vegane Ernährung nicht automatisch gesund, aber gesünder als die Durchschnittsernährung

Es gibt viele gute Studien die Unterschiede zwischen verschiedenen Ernährungsformen untersuchen. Dabei wird immer wieder gezeigt, dass Menschen die regelmäßig Fleisch und tierische Produkte verzehren, von allen Ernährungsformen die höchste Sterblichkeit haben und das höchste Risiko haben an Zivilisationskrankheiten zu erkranken.

Zu den Zivilisationskrankheiten zählen:

  • Diabetes
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Autoimmunerkrankungen
  • Alzheimer/Demenz
  • Bluthochdruck
  • Krebs
  • Übergewicht
  • Osteoporose

Vegetarier und Veganer schneiden im Vergleich durchschnittlich deutlich besser ab. Besonders Bei einigen Formen von Krebs, Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht schnitt die vegane Ernährungsgruppe am besten ab.

Übergewicht und vegane Ernährung

Übergewicht ist mittlerweile weit verbreitet und mit verantwortlich für viele Zivilisationserkrankungen und vorzeitigen Tod. Von allen untersuchten Ernährungsweisen konnte einzig die vegane Ernährungsgruppe einen normalen BMI (Body Mass Index) von unter 25 aufweisen. Die vegetarische Gruppe lag an zweiter Stellen, aber dennoch über dem normalen BMI von 25.

Typ 2 Diabetes und vegane Ernährung

Übergewicht ist einer der wichtigsten Faktoren für Typ 2 Diabetes. Veganer sind die einzigen, die in Studien einen durchschnittlichen BMI von unter 25 aufweisen können.

vegane ernährung übergewicht diabetes

Der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann erklärt in einem Vortrag, weshalb eine pflanzliche Ernährung aus wissenschaftlicher Sicht gesünder ist und geht teilweise auch auf den dritten Grund ein.

Grund 3: Umwelt Gründe für eine vegane & pflanzenbasierte Ernährung

Der dritte Grund ist im Grunde der wichtigste Punkt, der allerdings viel zu selten angesprochen wird. Er betrifft nicht nur die Tiere die für den Fleischkonsum getötet werden und auch nicht nur die Gesundheit der Menschen die Fleisch verzehren. Er betrifft die Zukunft aller Menschen und aller Tiere auf dem Planeten.

Fleischkonsum treibt Klimawandel voran

Die Fleischindustrie ist die Industrie mit dem größten Einfluss auf die Umwelt. [1]

  • 51% der weltweiten CO2 Emissionen stammen aus der Tierhaltung.
  • 90% des abgeholzten Regenwaldes wird für den Anbau von Tierfutter wie Soja verwendet
  • durch die Abholzung und Waldrodung werden seltene Tiere getötet
  • der Konsum von Fleisch ist hauptverantwortlich für das derzeit größte Artensterben. Seit 1970 hat sich die Artenvielfalt mehr als halbiert.
  • Tierzucht verbraucht mehr als 30% der weltweiten Trinkwasseressourcen
  • knapp 50% der weltweiten Landmasse wird für die Tierzucht beansprucht
Mit zunehmender Weltbevölkerung und steigendem Fleischkonsum in Schwellenländern wie Indien oder China, werden sich die Probleme in den nächsten Jahrzehnten noch verschärfen, wenn sich nicht etwas ändert. Laborfleisch, wie in diesem Artikel beschrieben, könnte in Zukunft zwar helfen, es werden aber noch Jahre vergehen, bis es so weit ist. Ein Umdenken über unser Essverhalten ist dennoch unumgänglich. Die Dokumentation Cowspiracy beschäftigt sich mit dem Thema Umwelt und Ernährung und zeigt sehr gut, welche Auswirkung tierische Produkte im Vergleich zu pflanzlichen Nahrungsmittel haben. Cowspiracy gibt es entweder auf Amazon.de, Amazon Video oder auf Netflix zu sehen.
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Laborfleisch – Künstliches Fleisch als Ernährung der Zukunft?

laborfleisch - ernaehrung der zukunft

Laborfleisch - Künstliches Fleisch als Ernährung der Zukunft?

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Vor einigen Jahren häuften sich die ersten Meldungen über das sogenannte Laborfleisch, künstlich hergestelltes Fleisch aus Stammzellen. Der Grundgedanke dahinter hört sich zuerst einmal gut an: Günstiges, qualitativ hochwertiges Fleisch, für das kein Tier sterben muss und gleichzeitig noch den Welthunger bekämpfen. Doch was steckt wirklich dahinter und wie realistisch sind diese Behauptungen?

Was ist Laborfleisch und wie wird es hergestellt?

Das sogenannte Laborfleisch ist im Labor gezüchtetes Fleisch, welches aus den Stammzellen des jeweiligen Tieres besteht und in vitro (im Glas) heranwächst. Dem Tier werden unter Betäubung Mesenchymale Stammzellen (MSC) entnommen, die dann in eine Nährlösung gelegt werden und mehrere Tage/Wochen heranwachsen. Die Vorteile von Mesenchymalen Stammzellen sind vielfältig, da sie zu jedem Zelltypen, wie beispielsweise Muskelgewebe, Fettgewebe, Knochen, Organen etc. heranwachsen können. Zudem können sich Mesenchymale Stammzellen unendlich viele Male teilen, d.h. theoretisch können die Stammzellen eines Tieres den ganzen Planeten mit Fleisch versorgen. Anfangs war kultiviertes Fleisch mit 300.000 Euro pro Burger noch viel zu teuer. Dies änderte sich mit fortschreitender Stammzellenforschung, sodass ein Burger mit Fleisch aus Stammzellen mittlerweile nur noch 11 Euro kostet. Allerdings ist dies noch immer zu teuer um konkurrenzfähig mit konventionell produziertem Fleisch zu sein. Der Preis wird in den nächsten Jahren ohne Frage weiter sinken und somit eine Alternative zu normalem Fleisch darstellen.

In vitro Fleisch – Pro & Contra

Fleisch aus dem Labor hat im Gegensatz zu konventionell hergestelltem Fleisch viele Vorteile. Der erste und offensichtlichste Vorteil ist:

Für den Konsum von Laborfleisch muss kein Tier mehr sterben

Da für Fleisch aus dem Labor lediglich eine harmlose Biopsie durchgeführt werden muss, um an die Stammzellen zu gelangen, müssen diese Tiere nicht mehr für kultiviertes Fleisch sterben. Derzeit werden jährlich 150 Mrd. Tiere getötet. Dazu zählen Tiere wie Fische, Hühner, Schafe, Ziegen, Rinder und Schweine. Künstlich hergestelltes Fleisch würde unweigerlich zu einer Reduktion getöteter Tiere beitragen und potentiell, mehreren Milliarden Tieren den Tod ersparen.

Fleisch aus dem Labor – Besser für die Umwelt

Derzeit gehört die industrielle Tierhaltung zum größten Umweltverschmutzer weltweit. Industrielle Tierhaltung ist verantwortlich für:

  • 51% der Treibhausgase
  • verbraucht etwa 1/3 der weltweiten Trinkwasserressourcen
  • beansprucht ca. 45% der weltweiten Landmasse (2012 waren es „nur“ 30%)
  • ist für über 90% der weltweiten Regenwaldabholzung verantwortlich
  • ist hauptverantwortlich für Artensterben, Todeszonen im Ozean

Laborfleisch könnte:

  • 7-45% weniger Treibhausgase verursachen
  • 82-96% weniger Wasser verbrauchen
  • 99% weniger Landmasse beanspruchen
vorteile von labrofleisch umwelt

Bild: Hier sieht man den Energieverbrauch des jeweiligen Fleisches, unterteilt in 4 Sparten (v.l. Energie Verbrauch, Treibhaus-Emissionen, Landnutzung, Wasserverbrauch) Schwarzer Balken: Rindfleisch Weißer Balken: Schafsfleisch Rosa Balken: Schweinefleisch Oranger Balken: Geflügel Lila Balken: Laborfleisch [1]

Allein diese Vorteile von in vitro Fleisch hätte weltweite positive Auswirkungen auf Umwelt, Klimawandel, Umweltverschmutzung und Artensterben.

Kultiviertes Fleisch – Bessere Qualität

Die Produktion von Fleisch aus Stammzellen wäre viel sauberer und hygienischer, da die Produzenten Kontrolle über jeden Produktionsschritt hätten. Fleisch aus dem Labor würde nicht mit Infektionen und krankheitserregenden Bakterien zu kämpfen haben, wie es derzeit gängig in der Tierzucht ist. Somit würden Antibiotika in der Fleischproduktion (hoffentlich) überflüssig, was zusätzlich weitreichende positive Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt hätte. In vitro Fleisch hätte auch nicht mit Krankheiten zu kämpfen, wie es die meisten Tiere, die in Massentierhaltung gehalten werden. Außerdem ist Laborfleisch bei der Tötung keinen Stresshormonen, ausgesetzt wie die derzeit getöteten Tiere. Je mehr Stress die Tiere vor der Tötung erleiden, desto schlechter ist die Qualität des Fleisches, da die Angst- und Stresshormone im ganzen Körper ausgeschüttet werden und auch ins Muskelgewebe übergehen. Fleisch aus Stammzellen besitzt kein Bewusstsein und spürt keinen Schmerz, deshalb fällt dieser Aspekt gänzlich weg und verbessert somit die Qualität des Fleisches.

Laborfleisch ist günstiger

Der Preis von Laborfleisch ist zwar noch nicht günstiger als der von normalem Fleisch, aber das wird sich mit der Zeit ändern. Je weiter die Technologie fortschreitet, desto bessere und günstigere Wege wird man finden, um Fleisch effizient aus Stammzellen herzustellen. Außerdem sollte beachtet werden, dass die Fleischproduktion stark subventioniert wird und derzeit nur mit Subventionen rentabel ist. Zudem wird kultiviertes Fleisch nicht nur im direkten Vergleich günstiger, sondern auch günstiger, was mögliche Folgekosten die durch Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch, entstehen.

Mögliche Nachteile, die Laborfleisch mit sich bringt:

In vitro Fleisch bleibt Fleisch

Die Mehrheit der Ernährungswissenschaftler ist sich einig:

Ein hoher Fleischkonsum ist nicht gesundheitsförderlich und erhöht das Risiko an Herzinfarkt, Diabetes, Schlaganfall, Alzheimer, Autoimmunerkrankungen etc. zu erkranken. Das wird sich auch bei in vitro Fleisch nicht ändern. Laborfleisch besitzt, genau wie konventionelles Fleisch, Cholesterin, gesundheitlich ungünstige tierische Fette wie Arachidonsäure und tierische Eiweiße, welche im Übermaß ungünstig sind. Unser Gesundheitssystem leidet derzeit schon an den Folgen übermäßigen Fleischverzehrs und die Situation würde sich durch Fleisch aus Stammzellen nicht bessern. D.h. obwohl Fleisch einen großen positiven Einfluss auf Umwelt und Tierleid hätte, müsste kultiviertes Fleisch gleichzeitig eingeschränkt werden, um sich positiv auf die Gesundheit auswirken zu können.

Laborfleisch wird noch Jahre brauchen, bis es reguläres Fleisch ablöst

Trotz vielversprechenden Aussichten, befindet sich in vitro Fleisch noch am Anfang, wird Jahre brauchen bis es ausgereift und im Laden zu kaufen sein wird . Es kann also noch durchaus 5-10 Jahre dauern, bis Fleisch aus Stammzellen an Verbraucher verkauft wird.

Fleisch aus dem Labor - Ethisch besser, aber...

Aus ethischer Sicht wird Fleisch aus dem Labor viele Vorteile gegenüber konventionellem Fleisch haben, aber es wird Massentierhaltung und Tierleid der Zuchttiere trotzdem nicht abschaffen können. Es werden zwar weniger Tiere leiden und sterben, aber so lange Tiere gezüchtet und gehalten werden, wird dies ohne Rücksicht auf das Tierwohl geschehen.

Derzeit werden noch viele tierische Komponenten für die Herstellung verwendet

Mag sein, dass die Wissenschaftler in Zukunft andere Wege finden, um kultiviertes Fleisch herzustellen. Derzeit wird fetales Kälberserum als Nährlösung verwendet, um die Stammzellen aus denen Fleisch werden soll, zu nähren [2]. Um das Kälberserum zu gewinnen, wird die trächtige Kuh geschlachtet und das ungeborene Kalb aus dem Mutterleib entfernt. Danach wird eine Nadel in das Herz des lebendigen Kalbes gestochen und dessen Blut entnommen. Dieser Prozess findet ohne Betäubung statt und kann bis zu 30 Minuten dauern. Das Kalb stirbt letztendlich durch Erstickung, da es frühzeitig aus dem Mutterleib entfernt wurde.

Bleiben noch Eier, Milch und Leder

Der Fokus liegt ohne Zweifel auf kultiviertem Fleisch, aber selbst wenn Fleisch aus dem Labor zu 100% die Nachfrage deckt, werden weiterhin Tiere für Eier, Milchprodukte und Leder gezüchtet, benutzt und getötet werden. Bei der Produktion von Eiern werden beispielsweise die männliche Küken bei lebendigem Leib geschreddert, da sie in der Eiproduktion keine Verwendung finden. Milchkühe werden mehrmals in ihrem Leben geschwängert, damit sie Milch geben, deren Kälber werden weggenommen und entweder auch als Milchkuh benutzt oder getötet. Wenn Milchkühe ausgedient haben, werden sie genauso wie alle anderen Zuchttiere geschlachtet und zu Fleisch verarbeitet.

So lange es keine Labor-Eier oder Labor-Milch gibt oder ein Umdenken der Bevölkerung stattfindet, wird sich mit der Einführung von Laborfleisch und trotz guter Ei-, Milch- und Lederersatzprodukten nicht viel ändern.

Insekten - Günstiger und einfacher zu züchten

Viele Menschen empfinden Ekel gegenüber Insekten als Nahrungsmittel. Doch dieser Ekel ist unbegründet und kulturell bedingt. In Asien sind Insekten als günstige Proteinquelle beliebt und zählen teilweise zu Delikatessen. Insekten ernähren besonders in ärmeren Ländern viele Millionen Menschen, die ohne deren Nährstoffe an Hunger und Mangelerscheinungen leiden würden. Zudem würden Insekten in den Industrieländern zu Pulver verarbeitet, sodass ein Unterschied zu verarbeitetem Fleisch wie Burger kaum spürbar wäre.

Vorteile von Insekten:

  • Effiziente Produktion – Insekten wachsen und vermehren sich schnell
  • Es wird keine teure Technologie wird benötigt
  • Ethisch gibt es keine Einwände, da Insekten kein zentrales Nervensystem besitzen und somit keinen Schmerz spüren
  • Das Nährstoffprofil von Insekten ist besser als das von Fleisch
  • Die Insektenzucht ist umweltschonend und man benötigt bei richtiger Handhabung keine Antibiotika 

Fleischalternativen in 10 Jahren möglicherweise besser

Der Fortschritt bei Fleischersatzprodukten schreitet schnell und unaufhaltsam voran. Wo noch vor einigen Jahren Fleischersatzprodukte eher schlecht als recht waren, sind sie heutzutage in vielen Fällen kaum noch von einem normalen Stück Fleisch oder einem Burger zu unterscheiden. Außerdem sind Fleischalternativen günstiger und gesünder, da sie keine tierischen Fette enthalten und ein besseres Nährstoffprofil aufweisen. Es kann also durchaus sein, dass Fleischersatzprodukte in 10 Jahren die gesündere, günstigere und schmackhaftere Alternative sind als Laborfleisch.

Zusammenfassung: Der Gedanke hinter Laborfleisch ist ohne Frage gut und zu befürworten. Allein die umweltlichen und ethischen Aspekte werden einen großen Einfluss haben. Allerdings ist Laborfleisch bei weitem nicht frei von Tierleid und Tierquälerei und es muss noch viel geforscht werden, bis Fleisch aus dem Labor massentauglich ist. Auch wird es die Massentierhaltung und Fleischproduktion nicht abschaffen können, so lange die Nachfrage nach Eiern, Milch und Leder besteht. Zudem ist der Markt stark umkämpft und „Insekten Fleisch“ oder Fleischersatzprodukte, die nicht von herkömmlichen Fleisch zu unterscheiden sind, können die Vorhaben Laborfleisch zunichte machen, wenn sie günstiger herzustellen sind und von der Bevölkerung akzeptiert werden.

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Das grausame Geschäft mit Pelzen

wie pelze hergestellt werden

Das grausame Geschäft mit Pelzen

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Pelzmäntel sind in der Vergangenheit in Verruf geraten und wurden vom Großteil der Bevölkerung abgelehnt. Seit einigen Jahren hat die Pelzindustrie nicht nur einen Weg gefunden um Pelze wieder zu verkaufen, sondern gleichzeitig geschafft den Umsatz zu steigern. In den Jahren zwischen 2000–2012 ist der Umsatz um ganze 70% gestiegen. Dabei machen Pelzaccessoires den Hauptanteil aus. Vielen Menschen ist es entweder nicht bewusst, dass sie Echtpelz tragen oder sie empfinden nicht als gravierend, wenn nur ein Teil des Kleidungsstücks aus Pelz besteht. Dabei wird für jeden Pelzbesatz ein Tier gequält und getötet.

Hauptproduzenten in Osteuropa und China

Fellproduktion ist überall qualvoll und grausam, keine Frage. In Osteuropa und China ist sie, aufgrund fehlender gesetzlicher Regelungen besonders grausam. Die Tiere werden auf engstem Raum gehalten, sind oftmals krank und haben Verletzungen. In Europäischen Ländern sieht es nicht besser aus. Dänemark ist Europas größter Nerzproduzent. Die Tiere werden dort genauso unter schlimmsten Bedingungen gehalten und getötet.

Welche Tiere werden für die Pelzproduktion gezüchtet und getötet?

In China wird hauptsächlich der Marderhund gezüchtet. Er gehört zur Familie der Hunde. Neben dem Marderhund werden auch Nerze, Kaninchen, Füchse, Hunde und Katzen für die Pelzproduktion getötet. Neben Pelzfarmen werden jährlich auch Millionen von Wildtieren wie Wölfe, Waschbären, Kojoten und Luchse durch Fallen gefangen. Meistens leiden diese Tiere mehrere Tage, bevor der Pelzjäger wiederkommt und die Tiere tötet.

Wie werden die Pelztiere gehalten und getötet?

Auf Pelzfarmen werden die Tiere ihr Leben lang in kleinen Metallkäfigen gehalten, ohne Auslauf, oft ohne Wasser und Futter und ohne den Käfig jemals zu verlassen. Sie werden im November „geerntet“. In China und anderen Ländern gibt es keine regulierten Tötungen. Sie werden entweder in einer Box vergast, durch Schläge mit einem Metallstab oder durch Elektroschocks getötet. In vielen Fällen sterben die Tiere nicht sofort, sondern sind nur bewusstlos. Den extrem qualvollen Tod bringt dann die lebendige Häutung und im Anschluss das Erfrieren oder verbluten. Leider ist dies keine Szene aus einem Horrorfilm sondern traurige Realität die sich jährlich milliardenfach wiederholt.

Auswirkung der Pelzfarmen auf Umwelt und Gesundheit

Diese zutiefst unethische Produktion von Kleidung ist nicht nur grausam, sondern auch Umweltschädlich. Es entstehen Fäkalien durch die Züchtung der Tiere. Besonders in ärmeren Ländern in denen es keine Regulierungen gibt, gelangt die ungefilterte Masse an Fäkalien und Exkrementen ins Grundwasser und verseucht dort ganze Landstriche und Gewässer. Zudem werden die Felle der getöteten Tiere mit giftigen Chemikalien behandelt. Chemikalien die dazu benötigt werden um Verwesung und Schimmelbildung zu verhindern, die Felle zu bleichen, zu färben und zu gerben. Dadurch gelangen Chemikalien wie Schwefelsäure, Bleiazetate und Ammoniumchlorid ungefiltert ins Grundwasser und in die Umwelt. Des weiteren sind die Felle selbst mit Schadstoffen belastet, die bei uns  mittlerweile verboten sind. Es finden im Produktionsland und auch bei uns in Europa kaum Schadstoffkontrollen statt. Bei Tests wurden in fast allen Fellprodukten erhöhte Mengen an Formaldehyd und DDT. Formaldehyd kann Allergien, Schleimhautreizungen und Krebs verursachen. DDT ist ein Insektizid, welches seit mehr als 30 Jahren verboten ist. Ein weiterer Schadstoff der in Pelzen vorkommt ist Chrom VI. Chrom VI verursacht in Deutschland die häufigsten Kontaktallergien.

Sind Pelzaccessoires das wert?

In der Produktionskette von Pelzen leidet jedes Glied: die Tiere, die Arbeiter die unter gesundheitsschädlichen Bedingungen arbeiten, die Umwelt und der Verbraucher der durch die verwendeten Chemikalien mit gesundheitsschädlichen Stoffen in Berührung kommt. Die Einzigen die profitieren sind die Unternehmen die Pelze verkaufen.

Politik könnte gegen Pelzzucht vorgehen

Nur die Politik könnte mit einem strikten Pelzimportverbot Abhilfe schaffen, sodass Firmen und Hersteller zwangsläufig auf Kunstfell zurückgreifen müssen. Leider kümmern sich Politiker nicht um solche Themen. Hinzu kommt, dass die Pelzindustrie jährlich mehrere Milliarden umsetzt und eine dementsprechend starke Lobby haben. Es liegt am Ende nur an uns, den Konsumenten ob Echtpelz als Modeaccessoires gesellschaftlich akzeptiert bleibt oder ob Pelze in Zukunft wieder zu einem Nischenmarkt werden.

Kunstfelle als Alternative?

Grundsätzlich sind Kunstfelle gut. Es muss kein Tier dafür gequält und getötet werden, sie sind günstiger in der Produktion und belasten die Umwelt nicht so sehr. Oftmals ist allerdings Mitmenschen nicht bewusst, ob es sich um Kunstfell oder echten Pelz handelt. Dies trägt indirekt zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Pelz bei. Echtpelze die fälschlicherweise als Kunstpelz deklariert werden, stellen ein weiteres Problem stellen dar. Das ist eine gängige Masche der Pelzproduzenten, um die Pelze an noch mehr Menschen zu verkaufen. Aus diesen Gründen ist eher von Kunstpelzen abzuraten. Stattdessen gibt es genug tierleidfreie Alternativen für Damen und Herren, die ebenso warm sind und gut aussehen.

Quelle: PETA

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