Warum Vegan? Fakten zur veganen Ernährung

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Viele Menschen sehen Veganer als dogmatische Hippies, die Tiere lieben und Weltfrieden wollen. Doch hinter dem Thema vegane Ernährung verbirgt sich mehr als nur der Verzicht auf tierische Lebensmittel. In diesem Artikel Erfahren Sie die wichtigsten Beweggründe, Fakten, warum vegane Ernährung zu befürworten ist und welche Auswirkungen sie auf verschiedene Bereiche hat.

Grund 1: Ethische und moralische Gründe für eine vegane & pflanzenbasierte Ernährung.

Ethik:

alle sittlichen Normen, auf denen verantwortungsbewusstes Handeln fußt.

Der Begriff Ethik bedeutet vereinfacht gesagt, verantwortungsvolles und bewusstes Handeln, basierend auf sittlichen Normen. Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen auf der Erde, die bewusst ethisch Handeln können. Dies stellt uns einerseits höher als andere Lebewesen, bringt allerdings auch viel Verantwortung mit sich.

Ethik & Moral veranschaulicht

Ethik und Moral sind subjektive Begriffe, die je nach Situation, ethisch richtig oder falsch sein können. Einen Menschen zu töten, kann beispielsweise in der einen Situation ethisch vertretbar sein und in der anderen nicht.

Wer in Notwehr einen Menschen tötet, der einen selbst oder eine andere Person töten will, für den ist es moralisch vertretbar, dieser Person zu Schaden oder sie zu töten.

Wer allerdings einen Menschen tötet ohne in akuter Notwehr zu handeln, handelt ethisch & moralisch falsch.

Wann Fleischkonsum Ethisch & Moralisch vertretbar ist

Dasselbe Prinzip gilt für Fleisch: In einer Überlebenssituation, wo es um das eigene Überleben geht, ist es ethisch nicht falsch, ein Tier zu töten und zu essen. Die eigene Existenz ist höher zu bewerten, als die eines anderen Lebewesens. Diese Moralischen Grundsätze gelten unter anderem auch für eingeborene Völker und Fleischfressende Tiere wie Raubkatzen die sich von Fleisch ernähren. Sie essen zwar Fleisch und töten dafür Tiere, dennoch ist es moralisch nicht falsch, da sie so handeln um zu überleben.

Fleischkonsum in den Industrieländern ethisch nicht vertretbar

Ein Großteil der Menschheit lebt mittlerweile zivilisiert, mit der Möglichkeit nahezu jedes Lebensmittel im Geschäft kaufen zu können. Es werden Nahrungsmittel aus der ganzen Welt importiert und können dank globalem Welthandel zu jeder Saison gekauft werden. Wir müssen nicht ums Überleben kämpfen und Kaloriendichte Nahrungsmittel essen wie unsere Vorfahren. Wir können ohne Probleme alle wichtigen Nährstoffe durch pflanzenbasierte Lebensmittel decken. Somit wird Fleischkonsum für Menschen in industriell Zivilisierten Ländern überflüssig und ist deshalb nicht mehr moralisch vertretbar.

In einem Video erklärt der YouTuber „Der Artgenosse„, weshalb es in der heutigen Zeit moralisch und ethisch nicht vertretbar ist, Fleisch oder tierische Produkte zu konsumieren. Weitere gute Videos zum Thema Veganismus gibt es auf seinem YouTube Kanal zu finden.

Grund 2: Gesundheitliche Gründe für eine vegane und pflanzenbasierte Ernährung

Vegane Ernährung wird in den Medien häufig als ungesund oder als Mangelernährung dargestellt. Doch das ist so nicht richtig. Der Mensch kann alle in tierischen Produkten vorkommenden Nährstoffe entweder über pflanzliche Produkte decken oder werden vom Körper selbst gebildet. Doch um sich richtig und gesund vegan zu ernähren, sollten einige Grundregeln befolgt werden.

Vegan ist nicht automatisch gesund

Wie bei jeder Ernährungsform sollte eine vegane Ernährung gut geplant sein um langfristig die besten Ergebnisse zu erzielen. Beispielsweise kann eine Ernährung die Fleisch beinhaltet gesund oder ungesund gestaltet werden. Das selbe gilt für vegane Ernährung. Man kann sich beispielsweise von Pommes-Frites, Cola und Oreos ernähren. Diese Lebensmittel sind zwar vegan, aber nicht sonderlich gesund. Fleischersatzprodukte eigenen sich in der Übergangsphase zur veganen Ernährung zwar gut, sollten langfristig in einer gesunden veganen Ernährung nur eine geringe Rolle spielen.

Vegane Ernährung nicht automatisch gesund, aber gesünder als die Durchschnittsernährung

Es gibt viele gute Studien die Unterschiede zwischen verschiedenen Ernährungsformen untersuchen. Dabei wird immer wieder gezeigt, dass Menschen die regelmäßig Fleisch und tierische Produkte verzehren, von allen Ernährungsformen die höchste Sterblichkeit haben und das höchste Risiko haben an Zivilisationskrankheiten zu erkranken.

Zu den Zivilisationskrankheiten zählen:

  • Diabetes
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Autoimmunerkrankungen
  • Alzheimer/Demenz
  • Bluthochdruck
  • Krebs
  • Übergewicht
  • Osteoporose

Vegetarier und Veganer schneiden im Vergleich durchschnittlich deutlich besser ab. Besonders Bei einigen Formen von Krebs, Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht schnitt die vegane Ernährungsgruppe am besten ab.

Übergewicht und vegane Ernährung

Übergewicht ist mittlerweile weit verbreitet und mit verantwortlich für viele Zivilisationserkrankungen und vorzeitigen Tod. Von allen untersuchten Ernährungsweisen konnte einzig die vegane Ernährungsgruppe einen normalen BMI (Body Mass Index) von unter 25 aufweisen. Die vegetarische Gruppe lag an zweiter Stellen, aber dennoch über dem normalen BMI von 25.

Typ 2 Diabetes und vegane Ernährung

Übergewicht ist einer der wichtigsten Faktoren für Typ 2 Diabetes. Veganer sind die einzigen, die in Studien einen durchschnittlichen BMI von unter 25 aufweisen können.

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Der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann erklärt in einem Vortrag, weshalb eine pflanzliche Ernährung aus wissenschaftlicher Sicht gesünder ist und geht teilweise auch auf den dritten Grund ein.

Grund 3: Umwelt Gründe für eine vegane & pflanzenbasierte Ernährung

Der dritte Grund ist im Grunde der wichtigste Punkt, der allerdings viel zu selten angesprochen wird. Er betrifft nicht nur die Tiere die für den Fleischkonsum getötet werden und auch nicht nur die Gesundheit der Menschen die Fleisch verzehren. Er betrifft die Zukunft aller Menschen und aller Tiere auf dem Planeten.

Fleischkonsum treibt Klimawandel voran

Die Fleischindustrie ist die Industrie mit dem größten Einfluss auf die Umwelt. [1]

  • 51% der weltweiten CO2 Emissionen stammen aus der Tierhaltung.
  • 90% des abgeholzten Regenwaldes wird für den Anbau von Tierfutter wie Soja verwendet
  • durch die Abholzung und Waldrodung werden seltene Tiere getötet
  • der Konsum von Fleisch ist hauptverantwortlich für das derzeit größte Artensterben. Seit 1970 hat sich die Artenvielfalt mehr als halbiert.
  • Tierzucht verbraucht mehr als 30% der weltweiten Trinkwasseressourcen
  • knapp 50% der weltweiten Landmasse wird für die Tierzucht beansprucht
Mit zunehmender Weltbevölkerung und steigendem Fleischkonsum in Schwellenländern wie Indien oder China, werden sich die Probleme in den nächsten Jahrzehnten noch verschärfen, wenn sich nicht etwas ändert. Laborfleisch, wie in diesem Artikel beschrieben, könnte in Zukunft zwar helfen, es werden aber noch Jahre vergehen, bis es so weit ist. Ein Umdenken über unser Essverhalten ist dennoch unumgänglich. Die Dokumentation Cowspiracy beschäftigt sich mit dem Thema Umwelt und Ernährung und zeigt sehr gut, welche Auswirkung tierische Produkte im Vergleich zu pflanzlichen Nahrungsmittel haben. Cowspiracy gibt es entweder auf Amazon.de, Amazon Video oder auf Netflix zu sehen.
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